Die historischen Ursprünge der globalen Arbeitsteilung und die Entstehung von Strukturen der Sklaverei
Screenshot youtube.comDie historische Entwicklung der globalen Wirtschaftsweise ist untrennbar mit der Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft verbunden. Als europäische Eroberer neue Kontinente für sich beanspruchten, standen sie vor der gewaltigen Herausforderung, die dortigen Ressourcen für den eigenen Reichtum zu erschließen. Dies erforderte ein gewaltiges Aufgebot an Arbeitskräften, was letztlich zu einer der dunkelsten Epochen der Menschheitsgeschichte führte. Die Entscheidung, welche Menschen für diese harte Zwangsarbeit herhalten mussten, wurde nicht aus dem Nichts getroffen, sondern war das Ergebnis komplexer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Zwänge.
Die anfängliche Ausbeutung der einheimischen Bevölkerung
Die gewaltige Anzahl an Menschen, die auf dem von den Eroberern kontrollierten Gebiet lebte, bildete anfänglich ein riesiges Reservoir an Arbeitskräften. Diese wurden zwar rücksichtslos ausgebeutet, allerdings in einem gesetzlichen Rahmen, der sich von der klassischen Sklaverei unterschied. Es handelte sich um ein System, bei dem ganze Dörfer von Ureinwohnern einem Eroberer zugeteilt wurden. Der Eroberer war theoretisch für ihre religiöse Unterweisung und ihren Schutz verantwortlich. Im Gegenzug konnte er sie jedoch einer Tributzahlung unterwerfen, die in Naturalien, durch Arbeitsleistung oder in Form von Edelmetallen beglichen werden musste.
Die theoretische Betrachtung der globalen Arbeitsteilung
Ein bekannter Gesellschaftstheoretiker folgte der Analyse eines französischen Aufklärers, der die massive Dezimierung der amerikanischen Ureinwohner betonte. Er ging jedoch weiter und bemerkte, dass in der entstehenden Weltwirtschaft für die internationale Arbeitsteilung geografische oder ethnische Kriterien leitend waren. Nach einigen Fehlversuchen entwickelten sich rasch die Umrisse einer aus Afrika stammenden Sklavenklasse in der westlichen Hemisphäre. Gleichzeitig entstand eine Klasse von Leibeigenen, die in zwei Segmente geteilt war. Ein größeres Segment befand sich in Osteuropa und ein kleineres aus Ureinwohnern in der westlichen Hemisphäre.
Die Frage nach den Gründen für unterschiedliche Zwangssysteme
Nun stellt sich die berechtigte Frage, warum für die Ureinwohner der neuen Kontinente die Leibeigenschaft oder ein ähnliches System vorgesehen wurde. Für die Ureinwohner aus dem subsaharischen Afrika hingegen wurde die Sklaverei etabliert. Um das Aufkommen eines offensichtlich ethnischen oder rassenbezogenen Kriteriums zu begründen, schwankt der Theoretiker zwischen mehreren Erklärungsansätzen. Er erwähnt Krankheiten und Schäden am einheimischen Ackerbau, die durch die von den Europäern gezüchteten Haustiere verursacht wurden. Diese Faktoren führten zu einem rapiden Rückgang der einheimischen Bevölkerung.
Die wirtschaftliche Rationalität hinter dem Systemwechsel
Infolgedessen hörten die Eroberer schon relativ früh auf, Ureinwohner als Arbeitssklaven in der westlichen Hemisphäre zu rekrutieren. Sie beschränkten sich bei den Sklaven für die Plantagen ausschließlich auf importierte Afrikaner. Vermutlich waren die Kosten, selbst die des Transportes mit eingerechnet, nicht höher als die potenziellen Kosten, die verbliebene einheimische Bevölkerung am Weglaufen zu hindern. Außerdem starb die einheimische Bevölkerung auch sehr rasch hinweg. Doch Sklaverei wurde nicht überall eingesetzt, sondern es entstanden neue Formen der Pacht und der Anstieg der Lohnarbeit in Westeuropa.
Die Anwendung alternativer Arbeitsmodelle in Lateinamerika
Auch in vielen Sektoren in der Wirtschaft Lateinamerikas wandten die Eroberer anstelle der mit Sklaven geführten Plantagen das alternative System der Dorfzuweisungen an. Die Frage bleibt, warum nicht überall in Lateinamerika mit Sklaven produziert wurde. Wahrscheinlich war der Nachschub an afrikanischen Sklaven, wie umfangreich auch immer, doch nicht unbegrenzt verfügbar. Zudem machten die hohen Kosten der Überwachung einer einheimischen Sklavenbevölkerung, angesichts der hohen Wahrscheinlichkeit von Revolten, die Sache unrentabel. Dies traf in besonderem Maß zu, seit die Getreideproduktion, die Viehzucht und der Bergbau von den Arbeitenden einen höheren Grad an Ausbildung verlangten als die Zuckerproduktion.
Die Entschädigung durch mildere Arbeitsorganisation
Diese Arbeiter mussten deshalb durch eine etwas weniger drückende Form der Arbeitsorganisation entschädigt werden. Der Historiker kann sich nicht damit begnügen, den transatlantischen Sklavenhandel allein mit der Entvölkerung Amerikas zu erklären. Es waren immer noch unzählige Einheimische übrig geblieben und viele von ihnen wurden in ein anderes System eingebunden, das sich von der Sklaverei unterschied. Er muss also auf eine weitere Erklärung zurückgreifen, die nicht nur ergänzend, sondern schließlich bestimmend und ökonomischer Natur sein würde. Die hohen Kosten der Überwachung einer einheimischen Sklavenbevölkerung machten das System schlichtweg unrentabel.
Die Fluchtgefahr und die Überwachungskosten
Der Theoretiker hebt das Wort einheimisch hervor, und man erkennt die Erklärung eines bekannten Soziologen wieder, die hier von ihrer rassistischen Zweideutigkeit entlastet wird. Weil die Afrikaner auf diesem fremden Kontinent nirgendwohin fliehen konnten, waren sie weniger widerspenstig. Für die Sklavenhalter, die so bei der Überwachung sparen konnten, waren die Kosten für die afrikanischen Sklaven nicht höher als die potenziellen Kosten, die verbliebene einheimische Bevölkerung am Weglaufen zu hindern. Doch auch diese Erklärung wird durch die Fakten geschwächt. Es hat nicht nur sehr früh schon und dann kontinuierlich Aufstände afrikanischer Sklaven gegeben, sondern sie sind auch entlaufen.
Die Realität der Widerstände und Fluchtbewegungen
Dieses Phänomen trat bereits auf den anfänglichen Zuckerrohrplantagen auf den atlantischen Inseln auf und später dann auch in der Neuen Welt. Von der Karibik bis nach Brasilien kam es zu einer Vermischung von indianischem und afrikanischem Erbe. Unter den flüchtigen Sklaven herrschte Mangel an Frauen ihrer eigenen Hautfarbe, den sie durch die Entführung von Einheimischen aus den benachbarten Ortschaften wettmachten. Auf diese Art durchsetzten sie mit ihrem Erbe so manches Gebiet, das später als frei von jeglichem afrikanischen Einfluss betrachtet wurde. Man hat festgestellt, dass der aus Afrika importierte Sklave viel teurer war als der indigene Sklave.
Die steigenden Preise für einheimische Arbeitskräfte
Dies galt zumindest bis zur industriellen Ausweitung des Sklavenhandels, da die Transportkosten nicht durch geringere Überwachungskosten kompensiert werden konnten. Davon zeugen die Preise für indianische Sklaven in Neuspanien in der frühen Phase der Kolonialzeit. Die Preise stiegen in dem Maße, wie die Quelle versiegte, und schlossen schließlich zum Preis für afrikanische Sklaven auf. Die Quellen zur Versorgung mit einheimischen Sklaven versiegten also tendenziell und die Zahl der verfügbaren Sklaven sank. Gleichzeitig stieg ihr Preis deutlich an und es etablierte sich ein Durchschnittspreis, der sich in den folgenden Jahren vervielfachte.
Die Angleichung der Kosten für verschiedene Zwangsarbeiter
Um die Mitte der Kolonialzeit wurden indianische Sklaven nur noch sehr selten verkauft. Bisweilen sind Preise belegt, die zum damaligen Preis für schwarze Sklaven aufschlossen. Auf welchem Umweg auch immer man sich dieser Frage nähert, es drängt sich folgende Schlussfolgerung auf. Afrikaner zu verschleppen war teurer, während sie keineswegs weniger widerspenstig waren als die Einheimischen, die die Neue Welt immer noch in unvorstellbarer Anzahl bevölkerten. In diesem Fall stellt sich die Frage, warum man sich aus Afrika versorgen sollte.
Die ökonomische Logik der Rassifizierung
In der jüngeren Vergangenheit erklärte der Theoretiker, dass sowohl der Prozess der Rassifizierung als auch die Entwicklung der Familienzelle einer ökonomischen Logik gehorchen. Für den Rassismus sei die Segmentierung der Arbeitskraft ursächlich gewesen. Er hält es zwar für übertrieben, daraus zu schließen, dass es im historischen Kapitalismus irgendetwas einem perfekten Kastensystem ähnliches gab. Dennoch will er nahelegen, dass es eine ziemlich hohe Korrelation zwischen Ethnizität und beruflicher oder ökonomischer Rolle zu allen Zeiten und in allen Gebieten des historischen Kapitalismus gegeben hat. Es stellt sich die Frage, ob diese ziemlich hohe Korrelation eine rassistische Besonderheit des Kapitalismus ist.
Die historische Debatte um die Menschlichkeit der Ureinwohner
In der Forschung illustriert der Autor seinen Gedanken mit einem berühmten Beispiel, nämlich der Argumentation eines spanischen Geistlichen zugunsten der Indigenen. Als die Europäer die Neue Welt entdeckten, trafen sie auf Menschen, die sie in großer Zahl abschlachteten. Dies geschah entweder auf direkte Weise durch das Schwert oder auf indirekte Weise durch Krankheiten. Der Geistliche nahm sich der Sache dieser Menschen an, indem er die Behauptung aufstellte, auch Indianer hätten eine des ewigen Heils bedürftige Seele. Damit gewann er die formelle Zustimmung der Kirche und bisweilen auch der Staaten.
Die Integration in die soziale Arbeitsteilung
Da die Indianer eine Seele besaßen, waren sie menschliche Wesen und der Gültigkeit des Naturrechts unterstellt. Von daher war es moralisch nicht erlaubt, sie unterschiedslos umzubringen oder aus dem Bereich der Menschheit zu verstoßen. Stattdessen war es geboten, ihre Seelen zu retten und sie zu den universalistischen Werten des Christentums zu bekehren. Wenn sie dementsprechend lebendig und auf dem Wege der Bekehrung befindlich wären, könnten sie in die arbeitende Bevölkerung integriert werden. Dies geschah auf dem Niveau ihrer Fähigkeiten, das heißt auf der niedrigsten Stufe der Beschäftigungs- und Lohnskala.
Die Ethnisierung der Arbeiterschaft als Ideologie
In seiner Funktion hat der Rassismus die Form dessen angenommen, was man als Ethnisierung der Arbeiterschaft bezeichnen könnte. Die Regung, die Menschlichkeit des Anderen formal anzuerkennen, kann auf ökonomischem und sozialem Gebiet insofern mit einer Ethnisierung der Arbeitskräfte korrespondieren. Mit der Anerkennung der Menschlichkeit der Indigenen ging gleichzeitig ihre Integration in die soziale Arbeitsteilung einher. Sie erhielten den ihnen gebührenden Platz auf der niedrigsten Stufe der Skala, sodass sie maximal ausgebeutet werden konnten. Von da an entwickelte sich materiell wie ideologisch eine Korrelation zwischen dem Indigenen und dem unteren Ende der sozialen Skala.
Die Förderung rassistischer Strukturen durch freie Arbeit
Dies ergab eine tendenziell rassistische Arbeitsteilung. Das ist der Grund, warum die kapitalistische Organisation der sogenannten freien Arbeit nicht vor Rassismus schützt, sondern ihn fördert. Je freier die Arbeit unter den Bedingungen des Kapitals de jure ist, desto segmentierter und folglich ethnisierter oder rassifizierter ist sie de facto. Daraus ergibt sich eine Arbeitsdefinition von Rassismus als ein Set ideologischer Erklärungen kombiniert mit einem Set fortgesetzter Praktiken. Diese hatten die Konsequenz, dass über die Zeit eine hohe Korrelation zwischen Ethnizität und Zuordnung von Arbeitskräften erhalten wurde.
Die historischen Parallelen und das ungelöste Problem
Dies ist jedoch keine Besonderheit des Kapitalismus, da am Ursprung des indischen Kastensystems ein ähnlicher Vorgang steht. Vor allem aber bleibt das Problem der Versklavung von Afrikanern damit ungelöst. Es bleibt die Frage, warum Arbeitskräfte aus Afrika geholt wurden, statt massenhaft und systematisch die Einheimischen zu versklaven. Warum sind die Afrikaner Sklaven, während die Indigenen in das alternative System der Dorfzuweisungen integriert werden? Dies bedeutet einen Status, der tendenziell mit dem von Leibeigenen vergleichbar ist.
Die widersprüchliche Behandlung durch die Kirche
Der Theoretiker zufolge tat die Kirche dies, um die Ureinwohner als Arbeitskräfte zu integrieren. Für die Afrikaner hingegen hat die Integration die Form von Verschleppung und Versklavung angenommen. Es wirkt so, als würde man in dem Maße, in dem man die Menschlichkeit des Einheimischen anerkennt, dem Menschen mit schwarzer Hautfarbe die Menschlichkeit absprechen. Oder man würde ihm zumindest einen spezifischen Status in der sozialen Rangordnung zuweisen, der noch tiefer liegt als der der Indianer. Heißt das nun, dass man sich nicht vorstellen kann, dass Gott eine gute Seele in einen ganz schwarzen Körper gebracht habe?
Die ironische Betrachtung eines Aufklärers
Ein französischer Aufklärer bediente sich in der Zeit der Aufklärung einer genüsslichen Ironie, die jedoch teilweise ihr Ziel verfehlte. Der afrikanische Sklave wurde nämlich ohne dass man einen Widerspruch darin gesehen hätte, unmittelbar nach seiner Versklavung getauft. Dies verlangte ein spezifisches koloniales Regelwerk aus der späten Epoche der frühen Neuzeit. Alle Sklaven, die auf den Inseln leben würden, sollten getauft und in der apostolischen und römisch-katholischen Religion unterwiesen werden. Die Einwohner wurden verpflichtet, neu angekommene Schwarze zu melden, damit diese in angemessener Zeit unterwiesen und getauft werden konnten.
Der finanzielle Profit des Klerus durch die Taufe
Aus der Verpflichtung, die aufbrechenden afrikanischen Sklaven zu taufen, zog der Klerus noch zusätzlich Profit. Alle eingeschifften Sklaven mussten getauft sein und die Zeremonien wurden kollektiv abgehalten. Die entsprechenden Gebühren erhielt der Priester jedoch pro Kopf in Form einer beträchtlichen Summe an Münzen. In der späteren Kolonialzeit beliefen sich diese Gebühren auf einen hohen Betrag für Erwachsene und einen geringeren Satz für Kinder. Die Bezahlung dieser Gebühren führte jedoch häufig zu Konflikten zwischen den Sklavenhändlern und dem Klerus, wodurch sich die Zivilmacht gezwungen sah, einzugreifen.
Die moralische Rechtfertigung des Menschenhandels
Auf diese Weise hat die Staatsreligion mit der Taufe nicht nur eine moralische Rechtfertigung für den Menschenhandel geliefert. Sie zog daraus auch noch einen erheblichen finanziellen Nutzen für die eigenen Institutionen. Soll das heißen, dass der Afrikaner zwar eine Seele, aber immer noch eine schwarze Haut besitzt? Und dass in der frühen Neuzeit ein in der Menschheitsgeschichte bis dahin unbekanntes Phänomen aufkam, nämlich der Rassismus in diesem Ausmaß? Denn es besteht wohl ein Unterschied zwischen einer Ethnisierung der Arbeitskräfte, die die Indianer auf die niedrigste Stufe der Skala verweist, und einer rassistischen Ausschließung der Afrikaner.
Die historische Abfolge von Sklaverei und Rassismus
Die Philosophen und die Historiker scheinen jedoch genau vom Gegenteil überzeugt zu sein. Nicht der Rassismus erklärt die Sklaverei, sondern die Sklaverei den Rassismus. Historisch gesehen gab es zuerst die Sklaverei und der Rassismus war nur die Folge davon. Eine Zivilisation hatte sich lange Zeit an eine Einrichtung wie die Sklaverei gewöhnt, deren Opfer von Anfang an Fremde waren. Davon zeugen auch semantische Entwicklungen in verschiedenen europäischen Sprachen, wo der Name einer bestimmten Volksgruppe an die Stelle des alten Wortes für Sklave trat.
Die marxistische Analyse des rassistischen Vorurteils
Ein Forscher hält sich in seiner Analyse über die Ursprünge des rassenbezogenen Vorurteils in den Amerikas an eine marxistische Betrachtungsweise. Wenn sicher ist, dass diese Verhältnisse die Koexistenz von mehr als einer sozialen Klasse implizieren, die einander entgegenstehen, dann ist das rassenbezogene Vorurteil eine Ausdrucksform des sozialen Bewusstseins der herrschenden Klassen. Auf diese Weise ist das rassenbezogene Vorurteil das Ergebnis des Klassenantagonismus und manifestiert sich als Ideologie der unterdrückenden sozialen Klassen. Wenn der Rassismus aber erst später als eine Folge der Versklavung von schwarzen Menschen gekommen sei, bleibt die Frage offen. Warum machte man dann diesen Umweg über Afrika, wenn doch noch so viele Indigene vor Ort verfügbar und unter Zwang dienstbar zu machen waren?
Das ungelöste Rätsel der historischen Mechanismen
Der Theoretiker betont, dass die Behauptung des Geistlichen, auch Indianer hätten eine bedürftige Seele, die formelle Zustimmung der Kirche gewann. Er leitet daraus aber keinerlei Schlussfolgerung hinsichtlich einer Versklavung von schwarzen Menschen ab. Diese erhielt ebenfalls die Zustimmung der theologisch-politischen Autoritäten, deren Vorläufer der Geistliche selbst gewesen sein könnte. Die historische Tatsache, deren Mechanismen es zu erhellen gilt, wäre also ein Handel mit versklavten Afrikanern. Dies geschah in offensichtlicher Korrelation mit der Anerkennung der Menschlichkeit des Anderen, das heißt des Indigenen der Neuen Welt.














