Die Wurzeln der amerikanischen Revolution und die Krise des britischen Empire
Screenshot youtube.comDer Sieg im Siebenjährigen Krieg markierte einen Wendepunkt in der Geschichte des britischen Empire, da die territorialen Gewinne enorme finanzielle und administrative Herausforderungen mit sich brachten. Die Ministerien in London standen vor der gewaltigen Aufgabe, die neu erworbenen Gebiete zu integrieren und die stark angewachsenen Staatsschulden abzubauen. Anstatt einer durchdachten Gesamtstrategie verfolgten die Verantwortlichen jedoch einen pragmatischen Ansatz des Versuches und Irrtums, der fatale politische Folgen nach sich ziehen sollte. Die Entscheidung, die nordamerikanischen Kolonien an den Kosten der imperialen Verteidigung zu beteiligen, entfachte ein Feuer, das letztlich zur Loslösung der dreizehn Kolonien führen sollte. Dieser Prozess wurde nicht nur durch ökonomische Zwänge, sondern auch durch tiefgreifende verfassungsrechtliche und ideologische Konflikte zwischen dem Mutterland und den Siedlern bestimmt.
Die Ernennung Butes und die Krise der Whig-Partei
König Georg der Dritte hatte bereits im Jahr 1762 das britische und das nordamerikanische Establishment gleichermaßen verwirrt und verängstigt, indem er seinen Erzieher und Günstling Lord Bute zum Premierminister ernannte. Diese Personalentscheidung rüttelte an den Grundfesten des historischen Kompromisses zwischen dem Haus Hannover und dem Parlament. Bute war nicht nur dem Namen nach ein Stuart, sondern auch ein Tory, wodurch erstmals seit dem Jahr 1714 ein Angehöriger der Oppositionspartei das Amt des Premierministers bekleidete. Der neue Regierungschef säuberte daraufhin zahlreiche hohe und profitable Ämter von etablierten Whig-Politikern, was die schlimmsten Befürchtungen der Whigs im Mutterland und in den Kolonien bestätigte. In der Folge radikalisierten sich Teile der Whigs, die in dem ultraradikalen John Wilkes ihren Sprecher fanden.
Der Aufstieg John Wilkes und die Spaltung der Whigs
Die Whig-Partei befand sich bereits seit dem Ende der Regierungszeit von Robert Walpole im Jahr 1742 in einer tiefen Sinnkrise. Allein die Regierungsunfähigkeit der Tories und der gemeinsame Wille zur Macht hielten die auseinanderdriftenden Fraktionen noch zusammen. Nach dem Machtverlust suchten führende Köpfe wie Cumberland, Newcastle und Rockingham nach neuen politischen Inhalten, während Chatham, Shelburne, Grenville und Fox eigene Fraktionen organisierten. Ab dem Jahr 1760 waren die Whigs bei aller zahlenmäßigen Stärke in kompletter Auflösung begriffen, wovon die urbanen Radikalen profitierten. Moderate Whigs, Unabhängige und Tories versuchten mehrfach, den Einzug von Wilkes in das Unterhaus mit Gerichtsverfahren zu verhindern, was jedoch vergebens blieb.
George Grenville und die Finanzpolitik des Empire
Die Ernennung Butes löste weder die Amerikanische Revolution noch eine ernsthafte Reformwelle in Großbritannien aus, und bereits nach 317 Tagen büßte er das Vertrauen des Königs ein. Neuer Premierminister wurde George Grenville, ein Whig, der aus Sicht der Krone vor allem deshalb geeignet war, weil er die Rivalen Pitt und Newcastle hasste. Zudem war er ein erfahrener Verwaltungsfachmann, dem die finanziellen Probleme des Empire nach dem Ende des laufenden Krieges vollauf bewusst waren. Als einer der führenden Finanzexperten der Whigs übernahm er das zentrale Amt des Schatzkanzlers und wusste, dass ein Zurück zu den guten alten Zeiten nicht mehr möglich war. Das Ziel britischer Politik blieb es, die Verwaltung und die militärische Sicherheit in den amerikanischen Kolonien auf solide finanzielle Beine zu stellen, wobei die Kolonien sich an diesem Schritt beteiligen sollten.
Das Zuckergesetz und die Verschärfung der Zollkontrollen
Grenville vermied es anfangs, das Wort Steuern in die Debatte zu werfen, und setzte stattdessen auf die Bekämpfung des kolonialen Schmuggels. Die oberste Zollbehörde legte im April 1763 einen Bericht über entgangene Einnahmen vor, die auf 1800 Pfund beziffert wurden, und schlug vor, das Gesetz über die Rummolasse aus dem Jahr 1733 wieder mit neuem Leben zu erfüllen. Das Parlament ging einen Schritt weiter und erlaubte es den Zollinspektoren, entlang der nordamerikanischen Küste kleinere Handelsschiffe aufzubringen und Schmuggelware zu konfiszieren. Dies schloss an die Praxis in Massachusetts an, wo allgemeine Durchsuchungsbefehle erteilt worden waren, die es den Behörden erlaubten, unangemeldet in Lagerhäuser einzudringen. Entsprechend legte Grenville im April 1764 das Zuckergesetz vor, womit der alte Molasseakt aufgehoben und inhaltlich erneuert wurde.
Die wirtschaftlichen und rechtlichen Folgen für die Kolonien
Der Zoll selbst hielt sich in Grenzen, war aber mit Bestimmungen verknüpft, die wenig geeignet waren, die amerikanische Zustimmung zu befördern. Zum einen verband sich das Zuckergesetz mit dem zweiten Währungsgesetz, das die kolonialen Papiergeldwährungen verbot, während der Zoll in Pfund Sterling zu entrichten war. Dieser Nachteil wurde durch die Nachkriegsrezession der Jahre 1763 bis 1765 noch einmal erheblich intensiviert, da der Wegfall der kriegsbedingten Inlandsnachfrage zu erheblichen wirtschaftlichen Problemen geführt hatte. Zum anderen beförderte die britische Regierung den Kampf gegen den illegalen Seehandel, indem sie Vizeadmiralitätsgerichte einrichtete, die ohne eine Jury auskamen. Die Verhandlungen wurden bevorzugt in Halifax durchgeführt, wo die Angeklagten über keinerlei Netzwerke zu ihren Gunsten verfügten, und britische Marineoffiziere waren an den Gewinnen aus der Konfiskation beteiligt.
Die Protesttradition und die soziale Struktur Bostons
Die Opposition formierte sich vor allem in Boston, das bereits auf eine lange Protesttradition zurückblicken konnte. Im 18. Jahrhundert erhielt die Stadt neben dem Titel des amerikanischen Athen auch die weniger ruhmreiche Bezeichnung als politisch gewalttätigste Stadt Nordamerikas. Überwiegend waren die arbeitenden Armen, also Handwerksgesellen, Matrosen und Werftarbeiter, Träger der Unruhen, während die städtischen Mittel- und Oberklassen vor dem Jahr 1765 eine Teilnahme an Demonstrationen vermieden. In aller Regel bestand das Ziel dieser Proteste weniger im Umsturz der gesellschaftlichen Verhältnisse, sondern vielmehr im Kampf gegen wahrgenommene Ungerechtigkeiten. Es handelte sich um den Protest jener, die von den offiziellen Diskurskanälen ausgeschlossen waren, aber aufgrund des unzureichenden Sicherheitsapparats noch in der Lage waren, auf diesem Weg Teilhabe einzufordern.
Die Natur der Volksaufstände und die ökonomischen Spannungen
Man darf sich einen frühneuzeitlichen Volksaufstand dabei in der Mehrzahl der Fälle nicht zu gewalttätig vorstellen, auch wenn die den Eliten entstammenden Quellen gerne das Gegenteil suggerieren. Forscher haben deswegen vorgeschlagen, anstelle der abwertenden Bezeichnung für Gewalt von Mengenaktionen zu sprechen, die zu den prinzipiell legitimen und kulturell akzeptierten Formen gehörten. In aller Regel war das Gewaltpotential solcher Unruhen relativ bescheiden und beschränkte sich auf Gewalt gegen Sachen und Schamstrafen wie das Verbrennen von Strohpuppen. Diese Konfrontationen mit der Obrigkeit trugen rituelle Züge, vor allem wenn es darum ging, tödliche Gewalt zu vermeiden, und begannen spontan aus jeweils gegebenem Anlass. In Boston war es insbesondere der relative ökonomische Niedergang seit den 1720er Jahren, der zu den wachsenden Spannungen zwischen städtischen Eliten und den Unterklassen beitrug.
Der Widerstand gegen die allgemeinen Durchsuchungsbefehle
Boston war als Hafenstadt von sämtlichen Maßnahmen der Briten unmittelbar betroffen, wobei die Praxis der Zwangsrekrutierung für die königliche Marine besonders für Unruhe sorgte. Im Umfeld des Österreichischen Erbfolgekrieges war es zu mehreren Aufständen gegen diese Zwangsrekrutierung gekommen, wobei britische Marineoffiziere sogar damit drohten, die Stadt von See aus zu beschießen. Binnen weniger Jahrzehnte hatten in Boston 27 Volksaufstände stattgefunden, mehrheitlich während Kriegs- und wirtschaftlichen Krisenzeiten sowie im Umfeld von Pockenepidemien. Erklärungsbedürftig ist daher weniger der Umstand von Unruhen in Boston nach dem Jahr 1764, sondern die Kooperation zwischen Eliten und Unterklassen. Seit Herbst und Winter 1760 rumorte es in Teilen der Oligarchie wegen der allgemeinen Durchsuchungsbefehle, wobei sich die Hofpartei um Thomas Hutchinson und die Opposition um James Otis gegenüberstanden.
Das Stempelsteuergesetz und die koloniale Einheit
Mit dem Zuckergesetz war der Grundstein für weitere Proteste gelegt, und Otis sowie die Bostoner Kaufleute einigten sich rasch auf einen Boykott westindischer Güter, dem sich im Herbst die Handwerker anschlossen. Angesichts dieser relativ ruhigen Situation entschloss sich Grenville, einen entscheidenden Schritt weiter zu gehen und erstmals in der Geschichte der amerikanischen Kolonien Steuern auf amerikanischem Boden zu erheben. Den Beschluss würde das Parlament treffen, da eine Zustimmung der kolonialen Versammlungen nicht zu erwarten war, was gemäß herrschender britischer Rechtsauffassung der Bittschrift der Rechte von 1628 entsprach. Die geplante Stempelsteuer war seit 1694 in England ein voller Erfolg gewesen und wurde mit dem Verkauf offizieller Dokumente direkt und ohne bürokratischen Aufwand eingezogen. Grenville versuchte darüber hinaus, den amerikanischen Kolonisten die Steuer zu versüßen, indem er ihnen die direkte und freie Einfuhr von Holz und Eisen nach Irland gestattete.
Die parlamentarische Opposition und die koloniale Radikalisierung
Nach Rücksprache mit Kolonialagenten brachte das Kabinett das Stempelsteuergesetz im März 1765 in beide Häuser des Parlaments, wo sich jedoch unerwarteter Widerstand regte. Sir William Pitt und seine Patriot Whigs verbündeten sich mit ihren alten Rivalen, den früheren Court Whigs, um Grenville zu stürzen, und auch der wortgewaltige Edmund Burke schloss sich dieser sonderbaren Koalition an. Pitt denunzierte die amerikanischen Steuern im Jahr 1766 in klassischer Whig-Semantik als Knechtschaft und Willkürherrschaft, während sich auch der Wirtschaftstheoretiker Adam Smith gegen die Stempelsteuer einsetzte. Smith hielt sie zwar für ein probates Instrument, forderte aber zunächst, die Amerikaner in das Parlament aufzunehmen, was die Mentalität der Amerikaner traf, nicht aber die der Mehrheit der Mutterlandsbriten. Was dann in den Kolonien geschah, war in London nicht erwartet worden, denn Samuel Adams übernahm die Rolle als führender Radikaler und die Unruhen griffen über die Stadtgrenzen Bostons hinweg.
Die Ausbreitung des Protests und die Gewalt gegen Steuereintreiber
Kurz nach dem Rücktritt von Adams beschlossen die Kaufleute von New York ebenfalls einen Boykott britischer Waren, dem sich alsbald weitere Kolonien anschlossen. Ab Juni 1765 intensivierte sich der Protest, obwohl das Gesetz selbst erst zum 1. November in Kraft treten sollte, wobei friedlicher Protest und Gewaltmaßnahmen Hand in Hand gingen. Hauptopfer der Gewalt in den Kolonien waren die Steuereintreiber und Zollbeamten, die fast überall gedemütigt, geschlagen oder deren Häuser geplündert wurden. In Boston wurde der Steuereintreiber Andrew Oliver gezwungen, durch die Stadt zu paradieren und unter einem Freiheitsbaum sein Amt niederzulegen, wobei Angehörige der Eliten und die üblichen Verdächtigen aus den Unterklassen gemeinsam agierten. Einerseits verfügten die Gouverneure nicht über genügend Soldaten, um gewaltsam gegen die Demonstranten vorzugehen, und andererseits hielten sich die Mobs an die ungeschriebenen Regeln frühneuzeitlichen Protestverhaltens.
Der Stempelsteuerkongress und die ideologische Fundierung
Neben Boston waren Rhode Island und New York Zentren des Protests, wo gleichfalls Strohpuppen gehenkt oder verbrannt wurden und Häuser geplündert wurden. Im Oktober 1765 trafen sich 27 Delegierte im unruhigen New York, wohin sich der Schwerpunkt der Proteste inzwischen verlagert hatte, und alle waren erfahrene Kolonialpolitiker und Angehörige der Oligarchie. Man einigte sich auf eine von John Dickinson verfasste Liste von Beschwerden, die an das britische Parlament und den König gerichtet wurden und in deren Zentrum naturrechtliche Ideen und die Lehre von den Rechten freier Engländer standen. Richard Henry Lee argumentierte aufgeklärt-naturrechtlich, während Edward Rutledge und Joseph Galloway sich eher auf britische Rechtstraditionen beriefen, doch beide Argumentationslinien mündeten in eine gemeinsame Semantik, die das Recht auf politische Teilhabe zum Inhalt hatte. Wichtig war vor allem die Idee der Transzendenz und Überzeitlichkeit der revolutionären Normen, wobei das Prinzip der fehlenden Vertretung bei der Besteuerung zu diesen jeder Prozessualität entzogenen Doktrinen zählte.
Die Söhne der Freiheit und die Regulatorenbewegung
Im Herbst 1765 trat eine weitere wichtige Organisation auf den Plan, nämlich die Söhne der Freiheit, die in Boston ursprünglich als Neun Loyale bekannt gewesen waren und sich aus Freimaurerlogen rekrutierten. Ab dem Frühjahr 1766 bildeten sie eine überkoloniale, zentralisierte Organisation, die sich aus Angehörigen der Eliten und der Mittelklassen zusammensetzte und die Aktionen des Widerstands überregional zu koordinieren suchte. Die Eliten fürchteten, die Radikalen aus den Unterklassen könnten sich verselbständigen und soziale Unruhen entfachen, die über das begrenzte Ziel der Opposition hinausgingen, und wollten dies um jeden Preis verhindern. In Philadelphia standen sich dagegen zwei rivalisierende Gruppen gegenüber, wobei die White Oaks eine moderate Haltung einnahmen und die Söhne der Freiheit oft radikaler waren als im Rest der Kolonien. In den abgelegenen westlichen Regionen der beiden Carolinas hatte sich lange vor der Stempelsteuerkrise eine hochbrisante Konfliktkonstellation zusammengebraut, die in der Regulatorenbewegung gipfelte.
Der Fall Grenvilles und der Aufstieg Rockinghams
Die Situation verschärfte sich in den 1750er und frühen 1760er Jahren durch den Zuzug evangelikaler Iroschotten und pietistischer Deutscher in das Piedmont, wo sie kleine Farmen betrieben und sich ab 1764 in der von William Husband gegründeten Regulatorenbewegung sammelten. Im Jahr 1768 stürmten ihre Anhänger das Gerichtsgebäude in der Stadt Hillsborough und verprügelten Richter und Sheriffs, die sie für korrupt hielten, und 1771 kam es bei Alamance zu einem Gefecht, in dem sich 1000 Milizsoldaten und rund 2000 Regulatoren gegenüberstanden. Nach einigen Salven, die neun Tote auf dem Schlachtfeld zurückließen, liefen die Aufständischen davon, und Gouverneur Tryon ließ noch auf dem Schlachtfeld sieben Regulatoren ohne Gerichtsverfahren hinrichten. In den restlichen Kolonien wurde Gouverneur Tryon als Held gefeiert, dem es gelungen war, die öffentliche Ordnung wiederherzustellen, und sein Nachfolger Josiah Martin stellte sich später offen auf die Seite der Regulatoren. Der sogenannte Regulatorenkrieg belegt, wie wichtig soziale Faktoren gerade für die ländlichen Unterklassen waren, und zeigt die Kontingenz von Koalitionsbildungen vor und während der Revolution.
Die Aufhebung des Stempelsteuergesetzes und das Erklärungsgesetz
In Großbritannien hatte man sich derweil mit anderen Problemen herumzuschlagen, und im März 1765 war es angesichts einer schweren Krankheit des Monarchen zu einer Verfassungskrise gekommen. Das Parlament drängte die Regierung Grenville, einen eigenen Regency Act zu erlassen, und als der König sich kurz darauf wieder bester Gesundheit erfreute, blieb das eben verabschiedete Gesetz reine Makulatur. Gleichzeitig kam es in London zu Unruhen der Seidenweber, und König Georg der Dritte nahm dies zum Anlass, den inzwischen höchst ungeliebten Grenville durch Pitt ersetzen zu wollen. Grenville nutzte die Gelegenheit, um sich gegenüber dem König zu profilieren, was diesen derart verletzte, dass er von nun an alles tat, um Grenville politisch zu vernichten, und im Juli 1765 musste Grenville sein Amt räumen. Neuer Premierminister wurde der Marquess of Rockingham, ein junger, aber loyaler Gefolgsmann der alten Court Whigs, der sich mit dem Monarchen und den Parlamentsfraktionen wegen einer Rücknahme des Stempelsteuergesetzes ins Benehmen setzte.
Die strukturellen Probleme des britischen Weltreiches
Das Erklärungsgesetz sollte gegenüber der Rücknahme hinreichend deutlich machen, dass das Parlament zwar die Stempelsteuer zurücknehme, dies aber just aus dem Grund tue, aus dem es die Steuer zuvörderst überhaupt eingeführt hatte. Auf diese Weise konnte die Steuer abgeschafft, das prinzipielle Steuerrecht des imperialen Parlaments aber bestätigt werden, und das Parlament stimmte nahezu einstimmig für das vorgeschlagene Maßnahmenpaket. Die Debatte um die Rücknahme hatte die wachsende Handlungsunfähigkeit der alten Koalition offengelegt, und die verschiedenen Fraktionen der Whigs bewegten sich je nach Lage der Dinge hin und her. Das eigentliche Problem, die Neuordnung des Empire, blieb dauerhaft ungelöst, und der Kompromiss Rockinghams hatte keine Lösung für die strukturellen Probleme des Weltreiches gebracht. Dieses Reich stand vor einem Zentralisierungs- und Identitätsbildungsschub, der nicht auf Nordamerika beschränkt war, und dessen war man sich in London nur teilweise, im parochialen Nordamerika überhaupt nicht bewusst.














