Die umfassende Automatisierung und das Schwinden traditioneller Berufsfelder
Screenshot youtube.comDie heutige Gesellschaft durchläuft tiefgreifende Wandlungsprozesse, die von der rasanten Verbreitung digitaler Netzwerke und selbstlernender Systeme angetrieben werden. Dieser technologische Umbruch erfasst mittlerweile sämtliche Lebensbereiche und stellt etablierte Wirtschaftsstrukturen sowie gewohnte berufliche Laufbahnen radikal infrage. Was einst als reine Zukunftsvision begann, hat sich längst zur alltäglichen Realität entwickelt und zwingt die Menschheit, ihre Rolle in zunehmend maschinengesteuerten Umgebungen neu zu definieren.
Die Verdrängung klassischer Finanzdienstleister durch digitale Netzwerke
Bekannte Pioniere der Softwareentwicklung bemerkten bereits in den frühen Jahren der digitalen Vernetzung, dass finanzielle Dienstleistungen unverzichtbar seien, klassische Geldinstitute hingegen überflüssig werden könnten. Wer heutzutage noch physische Scheine am Schalter abheben oder Überweisungen mit persönlicher Beratung tätigen möchte, sieht sich oft mit zusätzlichen Gebühren konfrontiert. Kaum hatten sich die Bürger an Geldautomaten und elektronische Plastikkarten gewöhnt, folgten weitere große Sprünge in die digitale Welt. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung verwaltet ihre finanziellen Angelegenheiten mittlerweile ausschließlich über das Internet, wodurch der physische Besuch von Filialen immer seltener wird. Während sich Kundschaft und Beschäftigte noch über Schließungen lokaler Niederlassungen empören, stellt sich weitaus drängender die Frage, ob solche Anlaufstellen in künftigen Jahrzehnten überhaupt noch existieren werden.
Neue Wege der Kapitalbeschaffung und die Macht der Netzgiganten
Große Netzplattformen und Telekommunikationsanbieter drängen mit gewaltiger Wucht in den Markt der elektronischen Bezahlsysteme und drohen, traditionelle Sparkassen in die Bedeutungslosigkeit zu drängen. Ehemalige Spezialisten für den weltweiten Bargeldaustausch bieten ihre Dienste nun ebenfalls als digitale Vermittler an. Statt sich auf gut gemeinte, aber oft eigennützige Ratschläge lokaler Berater zu verlassen, nutzen Ratsuchende heute Vergleichsportale im Netz, um die besten Konditionen für Darlehen oder Absicherungen zu finden. Zukünftig werden sich Privatpersonen und Unternehmer weitaus seltener bei herkömmlichen Instituten verschulden müssen.
Die Bedrohung der etablierten Banken durch globale Technologieriesen
Wer Kapital für neue Geschäftsideen benötigt, findet in der gemeinschaftlichen Schwarmfinanzierung echte Alternativen zum klassischen Kreditgeschäft. Dort entscheiden nicht misstrauische Rechenknechte über den Wert einer Idee, sondern ganz normale Mitmenschen, die von einem Projekt überzeugt sind. Ebenso können völlig fremde Personen über zentrale Rechenzentren darüber befinden, ob sie namhafte Beträge für den Kauf neuer Möbel gemeinsam aufbringen wollen. Auch der Handel mit Wertpapieren erfolgt längst über spezialisierte Internetportale, wodurch der Gang zur Hausbank endgültig überflüssig wird.
Die totale Überwachung des Zahlungsverkehrs und digitale Währungen
Die traditionellen Geldinstitute sind derzeit noch äußerst mächtig und bilanziell von gewaltiger Größe, was viele Beobachter als gefährlich erachten. Gleichwohl könnten globale Technologiekonzerne aus der Welt der Unterhaltungselektronik und der Internetsuche diese Institute ohne größere Mühen aus ihren riesigen Bargeldreserven heraus aufkaufen. Diese Firmen besitzen längst die offiziellen Erlaubnisse, um als vollwertige Kreditinstitute zu agieren, verzichten jedoch bisher auf den direkten Einstieg in dieses Geschäft. Der Grund dafür liegt in der Einschätzung, dass das klassische Bankwesen ein überaltertes Modell darstellt, das auf veralteten Strukturen beruht.
Die Übernahme der Finanzmärkte durch selbstlernende Algorithmen
Die großen Anbieter sozialer Netzwerke und Suchmaschinen wissen mittlerweile so unglaublich viel über ihre Nutzer und deren Konsumgewohnheiten, dass die reine Bereitstellung virtueller Währungseinheiten für sie eher uninteressant erscheint. Mit den hauseigenen Bezahlsystemen dieser Giganten sind die neuen Platzherrschen bereits fest im Markt etabliert. Zudem ist völlig offen, ob dezentrale Internetwährungen das klassische System aus staatlichen Zentralbanken und Geschäftsbanken nicht irgendwann vollständig ablösen werden. Die Vorstellung, dass einzelne Technologiekonzerne eines Tages zur virtuellen Zentralbank des gesamten Planeten aufsteigen könnten, bereitet vielen Beobachtern erhebliches Unbehagen. Dennoch muss man diese Möglichkeit ernsthaft in Betracht ziehen, um die kommenden wirtschaftlichen Verschiebungen rechtzeitig zu verstehen.
Die Ausmerzung menschlicher Emotionen im Börsenhandel
Auch im Bereich des hochspekulativen Investmentbankings übernehmen heute zunehmend Rechner das Kommando und bestimmen das Geschehen. Selbstlernende Systeme sind längst keine Zukunftsvisionen mehr, sondern bestimmen den harten Alltag an den globalen Börsen. Der moderne Finanzstratege verfügt nicht mehr über klassische betriebswirtschaftliche Hochschulabschlüsse, sondern promoviert in Mathematik oder Physik. Diese hochqualifizierten Wissenschaftler sagen Programmierern, nach welchen eiskalten Parametern Netzwerke aus Hochleistungsrechnern ihre Entscheidungen treffen sollen. Das primäre Ziel dieser Entwicklung besteht darin, Entscheidungsprozesse weitgehend zu automatisieren und die menschliche Emotionalität vollständig aus dem Markt zu verbannen.
Die Automatisierung der Versicherungsbranche und die Datenflut
Große asiatische Investmentfonds setzen Technologien der künstlichen Intelligenz bereits mit großem Erfolg ein und erzielen dabei Ergebnisse, die menschliche Händler in den Schatten stellen. Dies geschieht ausgerechnet in einem Umfeld, dessen extreme Risiken früher als stärkstes Argument für den Einsatz menschlicher Intuition und Erfahrung galten. Die Maschinen analysieren Marktbewegungen in Sekundenbruchteilen und reagieren auf Ereignisse, bevor menschliche Händler überhaupt den Bildschirm betrachten können. Die Versicherungsbranche steht ebenfalls vor gewaltigen Umwälzungen, die das Berufsbild der Vermittler und Makler obsolet erscheinen lassen.
Die gläserne Mobilität und die automatische Vertragserstellung
Vor allem im Innendienst werden Automatisierung und künstliche Intelligenz durchschnittlich bis gut qualifizierte Mitarbeiter überflüssig machen. Aufgaben wie die Risikobewertung oder die Schadensanalyse werden bereits heute von reinen Rechenmaschinen erledigt. Die intelligenten Systeme der Zukunft werden jedoch noch weitergehen und selbstständig entscheiden, welche Daten sie aus unvorstellbar riesigen Datenpools für ihre Analysen heranziehen. Moderne Automobile liefern bereits heute so viele Informationen, dass sich daraus problemlos ableiten ließe, welche einzelnen Fahrer an welchen Wochentagen zu welchen Stunden besonders riskant unterwegs sind.
Das Ende des klassischen Supermarktes und der Kassenkräfte
Ebenso ließe sich exakt ermitteln, welche selbst fahrenden Modelle beim rückwärtigen Einparken die größten Schwächen aufweisen. Es versteht sich von selbst, dass solche Systeme in Millisekunden Verträge und den gesamten Schriftverkehr aus Textbausteinen generieren können. Der Mensch wird in diesem Prozess nur noch als Datenlieferant und Vertragsunterzeichner am Rande benötigt. Weitere Auslaufmodelle im Dienstleistungsbereich sind Supermärkte in ihrer heutigen Form, da sämtliche Produkte mit Strichcodes versehen sind.
Die vollständige Automatisierung des Bezahlvorgangs und der Lagerhaltung
Die Kundschaft kommt an den Kassen mit dem Einpacken und dem Vorbeiziehen der Waren kaum noch hinterher. In wenigen Jahren werden diese gedruckten Strichcodes jedoch von unsichtbaren funkgesteuerten Kennzeichnungen abgelöst sein, die sich selbstständig an den Kassen und bei der Lagerlogistik melden. Dies bedeutet das endgültige Aus für manuelle Kassentätigkeiten, da die Einkaufswagen einfach an kleinen Säulen vorbeigeschoben werden, um die Belege automatisch zu erstellen. Wer dennoch mit physischem Geld bezahlen möchte, muss sich an die letzten verbliebenen manuellen Kassen begeben oder Kartenterminals nutzen.
Neue Konzepte der Warenpräsentation und der Nahrungsmittelversorgung
In den meisten Fällen werden die Säulen die Rechnungsbeträge jedoch direkt über Anwendungen auf den Mobiltelefonen von den Konten abbuchen. Begriffe wie Ladendiebstahl oder Banküberfall werden künftig nur noch in historischen Wörterbüchern zu finden sein. Auch das Auffüllen der Regale durch Hilfskräfte ist ein Modell, das bald der Vergangenheit angehören könnte. Es wäre weitaus sinnvoller, wenn sich das Personal im Einzelhandel auf die umfassende Kundenberatung konzentrieren würde, anstatt schwere Kisten zu schleppen.
Die Automatisierung der Gastronomie und des individualisierten Transports
Vielleicht hat sich die Gesellschaft auch einfach zu lange an starre Regale und unnötige Verpackungen gewöhnt. Es gibt keinen zwingenden Grund, warum Nudeln in starren Paketen verkauft werden müssen, anstatt sie individuell aus großen Containern abzuwiegen. Solche Großbehälter ließen sich zudem viel leichter und hygienischer durch Maschinen befüllen. Es bleibt abzuwarten, ob die Menschen in Zukunft noch dafür bezahlen wollen, dass menschliche Arbeitskräfte Teiglinge in Backautomaten schieben oder Kaffee mixen.
Der Wegfall routinierter Tätigkeiten und der Zwang zur ständigen Weiterbildung
Ebenso ist die Vorstellung, dass Kühlschränke selbstständig entscheiden, welche Lebensmittel sie per Flugdrohne nachbestellen sollen, noch lange nicht allgemein akzeptiert. Dass öffentliche Verkehrsmittel wie Bahnen bald keine menschlichen Fahrer mehr benötigen, gilt als reine Formsache. Auch Flugzeuge ohne Piloten sind technisch längst machbar, auch wenn dies das subjektive Sicherheitsgefühl der Passagiere noch lange strapazieren wird. Bis sich alle Automobile zuverlässig selbst lenken lassen, könnte der Individualverkehr in seiner heutigen Form bereits Geschichte sein.
Das Ende der lebenslangen Beschäftigung und der stete Wandel der Arbeitswelt
Von der Erstellung einfacher Nachrichten über zahllose Standardaufgaben in der Verwaltung bis hin zu medizinischen Diagnosen verrichten vernetzte Maschinen ihre Aufgaben ohne menschliche Eingriffe. Dabei werden viele alte Berufe unwiderruflich verschwinden, während weitaus weniger neue Arbeitsplätze entstehen. Diese neuen Tätigkeiten werden jedoch extrem hohe Anforderungen an die Qualifikation der Menschen stellen. Weil sich die Profile dieser Tätigkeiten immer schneller verändern, sind umfassende Erwerbstätigkeiten für alle Bürger nur noch Märchen aus vergangenen Tagen. Ebenso gehören lebenslange Arbeitsplätze bei einzelnen Arbeitgebern der Vergangenheit an, und selbst routinierte Tätigkeiten werden nur noch über sehr kurze Zeiträume ausgeübt werden können.













