Börsengehandelte Indexfonds: Breite Streuung für jeden Anleger

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In den vergangenen Jahren haben immer mehr Menschen nach Möglichkeiten gesucht, ihr Vermögen jenseits des klassischen Sparbuchs auf eine verständliche und transparente Weise aufzubauen. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen rückt die Börse stärker in den Blick, doch viele scheuen davor zurück, in einzelne Wertpapiere zu investieren, weil ihnen das zu kompliziert und zu riskant erscheint. Hier setzen börsengehandelte Indexfonds an, die eine einfache Lösung bieten und eine breite Streuung mit geringen Kosten und hoher Nachvollziehbarkeit verbinden. Sie gelten als unkomplizierter Einstieg in die Welt der Wertpapiere und werden deshalb auch für private Anleger immer attraktiver.

Eine einfache Aufgabe: den Markt nachbilden

Börsengehandelte Indexfonds haben eigentlich eine sehr leichte Aufgabe. Ihr Ziel besteht darin, die Wertentwicklung eines Marktes möglichst genau nachzubilden. Schauen wir uns diese Fonds anhand eines konkreten Beispiels an, um ihre Funktionsweise zu verstehen. Stellen Sie sich vor, Sie möchten in den deutschen Aktienmarkt investieren, und fragen sich, wie Sie dabei vorgehen würden. Wenn Sie bereits ein wenig Ahnung vom Aktienmarkt haben und Ihnen die wichtigsten Begriffe geläufig sind, können Sie theoretisch selbst ein Unternehmen auswählen und die dazugehörigen Aktien erwerben.

Warum die Streuung so wichtig ist

Wissen Sie zufällig, wie viele Aktien es ungefähr in Deutschland gibt? Es gibt ungefähr 1000 Aktien, die an der Börse notiert sind. Sollten Sie jedoch auf die Idee kommen, nur in eine einzige Aktie zu investieren, dann gehen Sie ein sehr hohes Risiko ein. Stellen Sie sich vor, diese eine Aktie würde ganz plötzlich abstürzen und sich als totale Niete erweisen. Es ist daher ratsam, weniger Risiko einzugehen und Ihr Kapital breit gestreut zu verteilen.

Der Index als verlässliche Grundlage

Börsengehandelte Indexfonds sind genau die richtige Wahl und somit eine sehr sichere Anlagemöglichkeit, da sie sich auf eine breit gefächerte Auswahl beziehen. In der Regel beziehen sich solche Fonds nur auf einen einzigen Index. Der bekannteste Index ist mit Sicherheit der DAX. Dieser Index enthält die 30 größten Aktiengesellschaften Deutschlands. Der Index kann sich allerdings mit der Zeit ein wenig verändern.

Auf- und Abstieg im DAX

Einige Aktien verlieren nämlich an Wert, während andere Aktien an Wert gewinnen. Da der DAX jedoch nur die 30 größten Aktiengesellschaften umfassen darf, prüft ein Gremium in regelmäßigen Abständen, ob die derzeitigen Gesellschaften die Kriterien immer noch erfüllen. Der DAX besteht schon seit 1988. Nur 15 Aktiengesellschaften haben es bis heute geschafft, sich dauerhaft im Index zu halten. Die anderen Gesellschaften haben einen heftigen Auf- und Abstieg erfahren, sodass sie aus dem DAX verschwinden mussten.

Wie der Fonds den Index abbildet

Die Wertentwicklung des DAX muss ein solcher Fonds nun möglichst genau nachahmen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man dieses Ziel erreichen kann. Theoretisch kauft der Fonds genau die Aktien ein, die auch im DAX enthalten sind. Sehr große Aktien haben dabei logischerweise auch ein größeres Gewicht. Die Deutsche Telekom ist zum Beispiel eine überaus große Aktiengesellschaft.

Regelmäßige Anpassung der Zusammensetzung

Der Fonds muss nun ein genaues Ebenbild des DAX erschaffen, sodass die Entwicklung der einzelnen Werte genau nachempfunden werden kann. Fällt nun eine Aktie weg, muss auch der Fonds diese Aktie ausschließen. In der Regel muss der Fonds alle drei Monate eine Veränderung vornehmen, denn dann entscheidet das Gremium meist über einen neuen Ab- oder Aufsteiger. Da der Fonds nur alle drei Monate eine Veränderung durchführt, fallen nur sehr geringe Verwaltungskosten an. Auf diese Weise versucht man, den Index für andere Anleger leichter handelbar zu machen.

Passive Verwaltung und niedrige Kosten

Börsengehandelte Indexfonds werden also passiv verwaltet, wodurch sie niedrige Kosten haben. Seit dem Jahr 2000 kann man sein Kapital auch in Deutschland in diese börsengehandelten Fonds anlegen. Seit diesem Jahr ist das Volumen der Indexfonds ständig in die Höhe gegangen. Das verwaltete Vermögen und die Anzahl der Fonds sind dabei stetig gewachsen. Doch nicht nur die Anzahl und das Vermögen haben sich gesteigert, sondern auch die Vielfalt der Produkte hat sich weiterentwickelt.

Mehr als nur Aktienindizes

Außerdem muss es sich bei der Grundlage nicht immer um einen Aktienindex handeln. Es gibt nämlich auch Indizes im Rohstoff-, Devisen- oder im Rentenbereich. All diese Bereiche können die Grundlage für einen Indexfonds bilden. Mit dem Kauf eines solchen Fonds bekommt man als Anleger direkt ein Paket von Aktien oder Wertpapieren in nur einem einzigen Produkt. So können auch Börsenanfänger ganz leicht am Markt handeln.

Starke Risikostreuung und einfache Handelbarkeit

Da nicht nur in eine einzige Aktie investiert wird, ist die Risikostreuung bei diesen Fonds sehr stark. Außerdem weisen sie eine einfache Handelbarkeit auf, da sie in der gesamten Börsenhandelszeit erworben und verkauft werden können. Wussten Sie, dass das in solche Fonds eingezahlte Kapital auch als Sondervermögen bezeichnet wird? Doch was bedeutet das genau? Im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft können Sie keinen Totalverlust machen.

Sondervermögen als Sicherheitsvorteil

Das ist nicht nur sehr praktisch, sondern auch ein großer Vorteil gegenüber den anderen Wertpapierarten. Bei Zertifikaten wird das Kapital zum Beispiel nicht als Sondervermögen behandelt. Börsengehandelte Indexfonds sind daher besonders für private Anleger geeignet. Zum einen benötigen Sie nicht besonders viel Hintergrundwissen, dadurch sparen Sie sich einige Stunden an Recherche. Sie müssen sich also nicht genauer über bestimmte Aktien informieren, sondern sich nur über die Chancen und Risiken erkundigen.

Weniger Aufwand bei ausländischen Märkten

Wenn Sie an ausländischen Märkten interessiert sind, dann kann die Recherche schon einmal etwas aufwendiger sein. Wollen Sie in einen Indexfonds investieren, brauchen Sie sich zum anderen keine Gedanken über die Abwicklungs- und Währungsmodalitäten der einzelnen Aktien zu machen. Wenn Sie sich immer am Index orientieren, können Ihnen die einfachen Anfängerfehler nicht passieren. Sie werden also nicht zur falschen Zeit verkaufen. Auch werden Sie sich nicht nur auf eine einzige Aktie konzentrieren.

Investieren in den ganzen Markt

Bei einem Indexfonds investieren Sie nicht direkt in eine einzelne Aktie, sondern beteiligen sich an der Entwicklung mehrerer Aktien. Beim DAX sind es zum Beispiel 30 große Unternehmen, in die Sie investieren können. Ein DAX-Fonds stellt also die Entwicklung dieser 30 verschiedenen Aktien nach. Aus den 30 verschiedenen Kursen der Unternehmen ergibt sich ein Kurs für den DAX. Betrachtet man den Kurs des DAX, dann erfährt man, wie sich die Kurse der größten Aktiengesellschaften entwickelt haben.

Was der Indexkurs verrät

Allerdings können Sie nicht sehen, welche Aktie genau zu dem Gewinn oder Verlust des DAX beigetragen hat. Wenn Sie jedoch beobachten können, dass der DAX steigt, dann wurden mehr Aktien erworben als abgegeben. Betrachten Sie nun einen Indexfonds, kopiert dieser die Entwicklung des DAX-Kurses, und Sie können ebenso die Kursentwicklung der einzelnen Aktien erkennen. Der Wert des Fonds entwickelt sich also genauso wie der DAX.

Breite Streuung federt Verluste ab

Wenn zum Beispiel der DAX um ein paar Prozente ansteigt und Sie Geld in einen DAX-Fonds investiert haben, dann ist dieser Fonds ebenfalls um diese Prozentzahl gestiegen. Da ein Fonds die Kurse mehrerer Unternehmen zeigt, ist auch das Risiko breit gefächert. Wenn ein Unternehmen einmal nicht so erfolgreich ist und der Kurs auf Berg- und Talfahrt geht, dann werden Sie davon nicht so viel merken. Das liegt daran, dass Ihr Fonds mehrere Aktien umfasst. Die Unternehmen, die Gewinne eingefahren haben, können dann den Verlust des anderen Unternehmens ausgleichen.

Langfristig ansparen mit dem Sparplan

Haben Sie sich nun einen Fonds-Sparplan erstellt, können Sie versuchen, monatlich etwas Kapital anzusparen. Einige Experten raten sogar dazu, sein Geld nur langfristig in Indexfonds zu investieren. Wenn Sie das Geld in absehbarer Zeit also nicht brauchen, sollten Sie es in solche Fonds anlegen. Dabei spielt es keine Rolle, wie viel Sie investieren. Schon 50 Euro im Monat können eine Menge bewirken.

Unkompliziert über den ganzen Markt handeln

Börsengehandelte Indexfonds sind insgesamt sehr einfach zu koordinieren. Anleger bekommen über diese Fonds einen ganzen Schwung von Wertpapieren, sodass über den ganzen Markt ganz unkompliziert gehandelt werden kann.

 

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