Die Gleichförmigkeit der westlichen Presse und der Beifall für den völkerrechtswidrigen Angriff

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Die Rolle der Massenmedien in westlichen Demokratien wird oft als kontrollierende Instanz im Staate gepriesen, die unabhängig und kritisch die Mächtigen überwacht. Bei genauerer Betrachtung geopolitischer Konflikte zeigt sich jedoch häufig ein völlig anderes Bild, bei dem etablierte Nachrichtensender und Zeitungen eher die offizielle Regierungslinie spiegeln als sie zu hinterfragen. Diese Mechanismen der Meinungsgleichschaltung traten besonders deutlich während der Eskalation des syrischen Bürgerkrieges zutage. Als es um den Vorwurf des Einsatzes verbotener Kampfstoffe ging, wurde jede abweichende Stimme sofort in die Ecke der Verschwörungstheoretiker gedrängt. Die Ereignisse rund um einen Raketenangriff amerikanischer Streitkräfte im Frühjahr des Jahres 2017 offenbarten die tiefe Kluft zwischen der behaupteten journalistischen Objektivität und der Realität der Kriegsberichterstattung.

Die absolute Gewissheit der etablierten Presse und das Ignorieren von Experten

Ein bekannter britischer Kolumnist äußerte sich im sozialen Netzwerk überaus empört über all jene Personen, die die Verantwortung der syrischen Führung für einen mutmaßlichen Giftgasangriff in der Provinz Idlib anzweifelten. Er warf diesen Zweiflern vor, eine erdrückende Menge an Beweisen schlichtweg zu leugnen und die Wahrheit zu unterdrücken. Diese Reaktion erfolgte, obwohl bereits Jahre zuvor bei einem ähnlich gelagerten Vorfall sowohl renommierte investigative Journalisten als auch interne Geheimdienstkreise die offizielle Darstellung massiv in Frage gestellt hatten. Damals hatte der amerikanische Staatschef noch darauf verzichtet, militärische Vergeltungsschläge zu befehligen, weil die Beweislage als zu dünn erachtet wurde. Ein kritisches Medienportal konterte die pauschalen Anschuldigungen des Kolumnisten daraufhin mit der berechtigten Gegenfrage, warum die großen Verlagshäuser ihre eigene Sichtweise so absolut setzten und fachkundige Widerlegungen systematisch verschwiegen.

Das systematische Ausblenden abweichender Expertenmeinungen

In den führenden Medienländern Großbritannien, Deutschland, Frankreich und den Vereinigten Staaten gilt die eiserne Regel, dass abweichende Sichtweisen keinen Zugang zur breiten Öffentlichkeit erhalten. Dieses Phänomen betrifft sowohl hochkarätige Wissenschaftler renommierter technischer Universitäten als auch ehemalige Waffenkontrolleure der Vereinten Nationen und erfahrene Geheimdienstexperten. Eine detaillierte Recherche in einer großen wissenschaftlichen und journalistischen Datenbank belegte diese These auf erschreckende Weise. Innerhalb eines gesamten Monats fand sich in der britischen Presselandschaft kein einziger Artikel, der die Namen dieser kritischen Experten in Verbindung mit dem syrischen Konflikt erwähnte. Auch andere Kombinationen von Expertennamen mit dem Krisengebiet lieferten nahezu ausschließlich ausbleibende Treffer, was das Ausmaß dieser medialen Ausgrenzung eindrucksvoll dokumentiert.

Der völkerrechtswidrige Raketenangriff und die plötzliche Bewunderung der Kritiker

Als Reaktion auf den Vorfall in der umkämpften Region befahl der amerikanische Präsident den Abschuss zahlreicher Marschflugkörper auf syrisches Territorium. Dieser militärische Schlag stellte einen eklatanten Bruch des Völkerrechts dar und richtete erhebliche Zerstörungen an. Unmittelbar nach dieser Aggression vollzog sich bei einigen seiner schärfsten journalistischen Kritiker ein bemerkenswerter Sinneswandel. Plötzlich begannen diese Kommentatoren, ihre bisherige Ablehnung zu überdenken und stellten sich die Gewissensfrage, ob sie dem Regierungschef möglicherweise zu Unrecht so feindselig begegnet seien. Die mediale Kritik verwandelte sich in geradezu euphorische Lobeshymnen auf die vermeintliche Stärke und Entschlossenheit des militärischen Befehlshabers.

Der Opportunismus der Fernsehmoderatoren und der Beifall für die Waffen

Ein einflussreicher Redakteur eines bekannten Nachrichtenmagazins und Moderator eines großen Fernsehsenders verkündete nach dem nächtlichen Bombardement voller Inbrunst, der Staatschef habe in dieser Nacht erst wahrhaftig sein Amt angetreten. Diese Aussage zeigt auf brillante Weise, wie schnell sich politische Loyalitäten ändern, sobald ein Führer zu militärischer Gewalt greift. Zuvor hatte man noch täglich von einem erbitterten Krieg zwischen der Regierung und der Presse berichtet, doch als der Präsident tatsächlich Krieg führte, schlossen die Medien sofort Frieden mit ihm. Ein weiterer bekannter Nachrichtensprecher, der einst wegen fabricierter Berichte bei einem großen Sender entlassen worden war, feierte die Zerstörung ebenfalls hemmungslos. Er schwärmte im Fernsehen von der ästhetischen Schönheit der nächtlichen Waffenexplosionen auf den Kriegsschiffen und zitierte dabei sogar ein Lied, das sich von der Schönheit der Waffen leiten lässt.

Der moralische Verfall der Berichterstattung und die Zustimmung der Politik

Kritische Beobachter werteten dieses Verhalten als den absoluten Tiefpunkt des herrschenden Journalismus, der sich vollständig zum willfährigen Unterstützer imperialer Kriegsführung gemacht habe. Es erscheine kaum vorstellbar, dass Mitarbeiter der großen Medienkonzerne in ihrer Unterwürfigkeit noch tiefer sinken könnten, als die Schönheit von Tötungswaffen zu preisen. Der illegale Angriff bescherte dem Präsidenten bei seinen bisherigen Gegnern zumindest vorübergehend enormen Respekt und schoss ihn regelrecht in die Herzen seiner ehemaligen Kritiker. Auch die deutsche Regierung sowie die staatlichen Nachrichtensendungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens äußerten sich äußerst angetan von dieser Form der Konfliktlösung. Das Motto, erst blindlings zu schießen und erst danach Fragen zu stellen, entspricht offenbar einer in den westlichen Hauptstädten noch immer weitverbreiteten und gefährlichen Präferenz zur gewaltsamen Lösung internationaler Streitigkeiten.