Strategische Grundlagen für den erfolgreichen Handel an der Börse

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Die Teilnahme am Kapitalmarkt bietet Privatpersonen die Möglichkeit, ihr Vermögen langfristig zu vermehren und sich gegen den Wertverlust von Geld durch Inflation zu schützen. Allerdings birgt der Handel mit Wertpapieren auch erhebliche Risiken, die bei unbedachtem Vorgehen zu schweren finanziellen Einbußen führen können. Eine fundierte Strategie, die auf breiter Streuung, genauer Planung und einem wachsamen Auge für versteckte Gebühren basiert, ist daher unerlässlich, um an der Börse nachhaltigen Erfolg zu erzielen. Wer sich dieser Herausforderung stellt, muss lernen, die komplexen Mechanismen der Finanzwelt zu durchschauen und emotionale Entscheidungen zugunsten rationaler Analysen zu vermeiden.

Die grundlegende Bedeutung der Risikostreuung

Wer bereits am Finanzmarkt aktiv ist und ein eigenes Wertpapierdepot unterhält, sollte niemals sein gesamtes Kapital auf eine einzige Anlageform konzentrieren. Auch Einsteiger sollten diese grundlegende Regel verinnerlichen, bevor sie ihre ersten finanziellen Mittel investieren. Würde man alles auf eine Karte setzen, etwa auf die Wertpapiere eines einzigen Lieblingsunternehmens, wären Verluste im Falle eines Kursrückgangs sofort in voller Höhe spürbar. Es ist daher weitaus sinnvoller, das angelegte Geld auf verschiedene Wertpapiere und Anlageprodukte zu verteilen. Durch eine solche Diversifikation über unterschiedliche Anlageklassen, Branchen und geografische Regionen lassen sich Verluste einiger Positionen durch Gewinne anderer Positionen auffangen.

Ein anschauliches Beispiel für die Depotgestaltung

Auf diese Weise schlagen negative Entwicklungen nicht so dramatisch zu Buche. Betrachten wir ein Szenario ohne Risikostreuung, bei dem ein Anleger sein gesamtes Kapital in Höhe von 10000 Euro in Aktien eines im Deutschen Aktienindex gelisteten Automobilherstellers investiert. Kommt es nun zu einem unternehmensspezifischen Skandal, bricht der Kurs dieser Aktie in kurzer Zeit um zehn Prozent ein. In diesem Fall hätte der Anleger direkt einen Verlust von 1000 Euro realisiert, sofern er die Papiere zu diesem Zeitpunkt verkauft. Mit einer diversifizierten Strategie verläuft die Situation jedoch deutlich anders.

Die kompensierende Wirkung verschiedener Märkte

Der Anleger investiert die gleichen 10000 Euro, verteilt diese aber auf 2000 Euro in den Automobilkonzern, 3000 Euro in einen Indexfonds auf den Deutschen Aktienindex und 5000 Euro in einen weltweiten Aktienindexfonds. Tritt nun der besagte Skandal ein, verlieren die Aktien des Automobilkonzerns zwar ebenfalls zehn Prozent an Wert. Der Verlust beschränkt sich bei dieser Position jedoch nur auf 200 Euro. Gleichzeitig laufen andere Unternehmen im Deutschen Aktienindex sehr gut, sodass der Gesamtindex in dieser Zeit um zwei Prozent steigt. Zudem geht es der Weltwirtschaft gut, wodurch der weltweite Aktienindex sogar um 3,5 Prozent zulegt.

Der Nutzen breit gestreuter Anlageprodukte

Durch diese positiven Entwicklungen werden die Verluste des Automobilkonzerns komplett aufgefangen. Am Ende steht der Anleger sogar mit einem kleinen Gewinn von 35 Euro da. Dies verdeutlicht den enormen Nutzen einer bunten Mischung an Aktien oder breit gestreuten Indexfonds im Depot. Für den erfolgreichen Handel ist der Zugang zu verlässlichen Informationen unerlässlich, wobei verschiedene Internetplattformen wertvolle Dienste leisten. Eine der besten kostenlosen Angebote im Netz dient dazu, Kursgrafiken stets im Auge zu behalten und technische Analysen durchzuführen.

Nützliche digitale Informationsquellen für den Handel

Eine weitere etablierte Webseite bietet weitreichende Informationen und aktuelle Nachrichten zur Börse und zum Geldwesen. Diese Plattform verfügt über eine leistungsstarke Suchfunktion, mit der Anleger alle relevanten Daten zu ihren Anlageprodukten finden können. Zudem ermöglicht eine eigene Suchmaschine das Filtern von Indexfonds nach diversen individuellen Bedingungen. Eine etwas andere und unabhängigere Finanzwebseite bietet tägliche Nachrichten und Kommentare zu diversen Themen in der Finanzwelt, die teilweise auch mit einer gewissen Portion Sarkasmus gewürzt sind. Ein weiterer Vorteil solcher Portale sind tägliche Handelsideen und Signale.

Unabhängige Finanzportale und Handelssignale

Dort werden den Nutzern fast täglich konkrete Vorschläge für Kauf- und Verkaufsmarken präsentiert. Solche Hilfsmittel können die eigene Recherche sinnvoll ergänzen, sollten aber niemals die eigenständige Prüfung eines Anlageproduktes ersetzen. Bevor man mit dem Investieren beginnt, sollte man sich zunächst einen umfassenden Überblick über die eigene finanzielle Situation verschaffen. Es empfiehlt sich, in aller Ruhe die eigenen Unterlagen zu den Finanzen zu sichten und zu ordnen. Zunächst sollte jeder Anleger abschätzen, wie viel Geld er tatsächlich anlegen möchte und über welchen Betrag er in nächster Zeit nicht direkt verfügen muss.

Der erste Schritt zur finanziellen Übersicht

Der Handel an der Börse ist immer eine Frage der Zeit, da große Gewinne in den meisten Fällen nicht über Nacht entstehen. Man sollte das Investment daher eher als ausgelagertes Geld betrachten, welches langfristig eine Rendite erwirtschaften soll. Unter keinen Umständen sollte man Schulden aufnehmen, um an der Börse zu handeln. Man sollte immer nur Geld investieren, auf welches man auch in der nächsten Zeit verzichten kann. Zudem muss man sich vorher festlegen, wie viel Verlust man verkraften kann, wobei es am besten ist, komplett auf das angelegte Geld verzichten zu können.

Der verantwortungsvolle Umgang mit Schulden

Niemals sollte man Geld investieren, welches man für regelmäßige Zahlungen oder eine dringende Anschaffung in naher Zukunft benötigt. Es ist ratsam, sich eine Verlustgrenze zu setzen, sei es im Geiste oder als automatischer Auftrag bei der Handelsplattform. Verlustbegrenzungen von minus zwei bis zehn Prozent können sinnvoll sein, wobei die genaue Höhe von der geplanten Anlagedauer abhängt. Bei einer längeren Anlagedauer sind eher zehn Prozent als zwei Prozent angebracht, da die Aktie mehr Zeit hat, sich von einem Kursrutsch zu erholen. Sollten vorher noch andere Schulden oder Kredite bestehen, die nicht problemlos durch das eigene Einkommen gedeckt werden können, müssen diese zunächst so schnell wie möglich beglichen werden.

Die Festlegung sinnvoller Verlustgrenzen

Man sollte keine Finanzierungsverträge eingehen, die die eigenen finanziellen Mittel übersteigen. Auch die berufliche Situation kann einen erheblichen Einfluss haben, etwa bei einem befristeten Arbeitsvertrag. In einem solchen Fall sollte man keine Sparpläne abschließen, die nicht pausiert werden können, um im Falle einer temporären Arbeitslosigkeit nicht zusätzlich belastet zu werden. Vor jeder Anlageentscheidung sollte man sich einen genauen Plan darüber machen, was man mit dem Investment im Einzelnen erreichen will. Man muss sich fragen, ob man langfristig mit kleinen Beiträgen Monat für Monat in einen Sparplan investieren möchte, um sich ein Vermögen aufzubauen.

Die detaillierte Anlageplanung

Alternativ könnte das Ziel sein, auf schnelle Gewinne zu spekulieren, wobei das Risiko eines Kursfalls immer besteht. Ebenso muss man entscheiden, ob man einem Fondsmanager die Kontrolle überlassen möchte oder lieber mit einem Indexfonds einfach mit dem Gesamtmarkt mitschwimmt. Auch die Frage nach der gewünschten Anlagedauer ist von zentraler Bedeutung für die Produktwahl. Indexfonds und aktiv gemanagte Fonds eignen sich eigentlich nur für eine Anlagedauer von einigen Jahren, während Sparpläne eher für Jahrzehnte ausgelegt sind. Einzelne Aktien können hingegen auch für eine Anlagedauer von einigen Monaten gehalten werden.

Die Auswahl passender Anlageprodukte

Man sollte sich die Produkte immer genau ansehen, wobei es für jedes Produkt ein Informationsblatt als Download gibt. Dieses Dokument enthält die wichtigsten Eckpunkte und alle anfallenden Kosten in übersichtlicher Form. Ein aktiv gemanagter Fonds ist zum Beispiel im Allgemeinen immer teurer als ein Indexfonds, da der Fondsmanager bezahlt werden muss. Man sollte immer bedenken, was man mit der Anlage erreichen will, da die Strategie davon abhängt. Bleibt man nur kurz am Markt, können Kursverluste weniger gut ausgeglichen werden als bei einem längeren Investment.

Das Verhältnis von Risiko und Rendite

Ein längeres Investment hat nämlich die nötige Zeit, um Verluste wieder auszugleichen. Je nach Größe des Verlustes ist dies oft auch mit starken Emotionen verbunden, und es kann schwerfallen, den Verlust einfach auszusitzen. Eine Verlustbegrenzungsorder, die man nach oder während des Kaufes der Handelsplattform mitteilt, kann hierbei helfen. Fällt der Kurs des Wertpapiers unter eine bestimmte Schwelle, wird das Papier automatisch verkauft. Dies kann tiefere Verluste begrenzen oder sogar ganz ausschließen.

Die Funktionsweise von Verlustbegrenzungen

Allerdings ist man dann aus dem Markt heraus und kann auch nicht an einer möglichen Erholung des Kurses partizipieren. Es macht daher Sinn, den Wert der Verlustbegrenzung immer wieder nachzuziehen. So verkauft man im Falle eines Kursrückgangs trotzdem noch mit einem Gewinn, bevor die Anlage ins Negative dreht. Anlagen über Jahre zahlen sich meistens besser aus, da der Gesamtmarkt oft bereits nach ein paar Jahren wieder auf dem Niveau von vor dem Kurseinbruch liegt. Wer immer wieder ein- und aussteigt, zahlt auch viel mehr an Gebühren an die Handelsplattform, da fast immer Gebühren pro Kauf und Verkauf anfallen.

Die Kostenfalle häufigen Handels

Es gibt die alte Börsenweisheit, dass häufiges Handeln die Taschen leert, und daran ist durchaus etwas Wahres. Man sollte die Verlustbegrenzung daher nicht zu eng setzen, damit man nicht ständig aus dem Markt herausgekickt wird. Man sollte das Depot nicht vergessen und regelmäßig kontrollieren, um zu sehen, ob die Anlage noch zur eigenen Idee passt. Bei extremen Kursverlusten kann es jedoch passieren, dass der Verlustbegrenzungsauftrag nicht direkt ausgeführt wird, weil alle verkaufen und sich kein Käufer findet. Man sollte immer die Kosten von Anlageprodukten genau im Auge behalten, da es erhebliche Unterschiede bei den Depotbanken gibt.

Die genaue Beobachtung aller Kosten

Manche verlangen pro Order hohe Gebührenunterschiede, und diese Ordergebühr nagt direkt am eigenen Gewinn. Wenn man beim Kauf und Verkauf jeweils zehn Euro an die Bank zahlen muss, muss das Investment diese 20 Euro erst einmal wieder erarbeiten, um überhaupt bei null anzukommen. Auch gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Handelsplätzen, die teilweise noch zusätzliche Gebühren verlangen. Ebenso wollen die Anbieter von Indexfonds und aktiv gemanagten Fonds ihren Anteil am Gewinn. Indexfonds sind fast immer günstiger, da kein teurer Fondsmanager bezahlt werden muss.

Die Kostenstruktur von Indexfonds und Fonds

Auch sind Indexfonds, welche Standardindizes abbilden, oft viel günstiger als Spezialfonds, welche sich nur auf einzelne Branchen konzentrieren. Teilweise gibt es Indexfonds mit laufenden Kosten von nur 0,1 Prozent pro Jahr. Bei aktiv gemanagten Fonds sind es oft mehr als das 10-Fache dieser Summe. Zusätzlich fallen Kosten durch die Handelsspanne an, also die Differenz zwischen dem Kauf- und dem Verkaufswert. Diese Spanne verändert sich im Laufe eines Handelstages öfter und kann die Rendite schmälern.

Die Bedeutung der Handelsspanne

Mal liegt die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs bei zwei Prozent, mal nur bei 0,5 Prozent. Direkt nach Handelsstart ist die Handelsspanne teilweise abstrus hoch, genauso wie nach Handelsschluss der Börsen am Abend. Depotgebühren verlangen die meisten Handelsplattformen heute nicht mehr, und sollte das der Fall sein, kann man ganz einfach mit dem Depot umziehen. Dabei fallen keine Kosten an und die Wertpapiere werden einfach in das neue Depot übertragen, ohne dass man etwas verkaufen muss. Hin und wieder kann es vorteilhaft sein, ein wenig gegen den Strom zu schwimmen und unkonventionelle Wege zu gehen.

Der Mut zum unkonventionellen Vorgehen

Man sollte nicht immer das tun, was alle anderen tun, denn wenn fast alle Händler dieselben Aktien kaufen, steigen die Kurse zwar stark an. Irgendwann sind jedoch alle investiert und diese Anlagen steigen nicht wirklich weiter, was zu einem Kurssturz führen kann. Dann verlieren einige die Geduld und steigen aus, was die Kurse zu Fall bringen kann. Man sollte sich daher auch hin und wieder Anlageklassen oder Branchen suchen, von denen man gerade nichts oder nur sehr wenig liest. Investiert man dort nicht sein ganzes Vermögen, sondern nur einen kleinen Teil, kann ein solches Investment einige Extrarenditen einfahren.

Der kritische Umgang mit Finanzberatern

Man sollte Finanzberatern, Vermittlern und Verkäufern nicht blind vertrauen, sondern deren Aussagen immer kritisch hinterfragen. Viele Finanzvermittler stehen unter dem Druck, ihre eigenen Produkte zu verkaufen, da sie dafür oft besser bezahlt werden. Dabei lassen die Berater oft objektiv bessere Produkte außen vor, um ihre eigenen Provisionen zu maximieren. Es macht daher Sinn, sich selbst intensiv mit den Produkten zu befassen, bevor man eine Entscheidung trifft. Beispielsweise versuchen einige Berater, eher teure aktiv gemanagte Fonds als kostengünstige Indexfonds zu empfehlen, da bei Fonds die Provision höher ausfällt.

Die Suche nach unabhängiger Beratung

Es kann auch vorkommen, dass einige Berater andere eigene Ziele mit der Beratung verfolgen und somit die Ziele des Kunden nicht im Vordergrund stehen. Teilweise werden jedoch auch unabhängige Beratungen angeboten, beispielsweise von den Verbraucherzentralen, die neutralere Informationen liefern. Wenn man eine Beratung in Anspruch nimmt, egal ob unabhängig oder nicht, sollte man sich erst einmal alle Informationen mit nach Hause nehmen. Diese Unterlagen sollte man in aller Ruhe durchgehen, bevor man Sparpläne oder andere langfristige Verträge abschließt.

 

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