Die trügerische Sicherheit am Finanzmarkt und die Mechanismen der Geldvermehrung

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Die moderne Finanzwelt lockt ihre Kundschaft stetig mit vermeintlich sicheren Versprechungen, welche den vollständigen Erhalt des eingesetzten Kapitals garantieren sollen. Hinter diesen wohlklingenden und vertrauenserweckenden Begriffen verbergen sich jedoch oft hochkomplexe Konstrukte, die dem normalen Laien vollständig verborgen bleiben. Die gesamte Branche nutzt die natürliche und tief verwurzelte Angst der Menschen vor finanziellen Verlusten aus, um eigene Gewinnmargen massiv zu maximieren. Wer die wahren und oft verschleierten Mechanismen dieser Geschäfte durchschaut, erkennt schnell den eigentlichen Nutzen für die großen Institute.

Der ewige Widerspruch zwischen Renditewunsch und Sicherheitsbedürfnis

Es herrscht das allbekannte Dilemma unter den Anlegern, die einerseits möglichst hohe Gewinne an den Märkten erzielen möchten. Gleichzeitig fürchten sie jedoch den totalen und vernichtenden Verlust ihres mühsam und über Jahre ersparten Vermögens. Die findige Finanzbranche ködert ihre Kundschaft daher regelmäßig mit speziellen und scheinbar risikofreien Garantieprodukten. Das Versprechen auf die vollständige Rückzahlung des eingezahlten Geldes zieht stets, besonders wenn es mit hohen Gewinnaussichten verknüpft wird.

Die einfache Wahrheit hinter den komplexen Konstrukten

Die meisten Kunden würden sich jedoch vornehm und empört zurückhalten, wenn sie den wahren Bauplan dieser Angebote kennen würden. Jeder Mensch kann nämlich Anlagen mit garantierter Rückzahlung problemlos und ohne fremde Hilfe in Eigenregie zusammenstellen. Das eigentliche Geheimnis liegt in der geschickten Kombination aus sicheren Zinspapieren und hochspekulativen Wertpapieren. Man benötigt lediglich abgezinste Anleihen, bei denen die Zinsen nicht jährlich, sondern gesammelt am Ende der Laufzeit ausgezahlt werden.

Der mathematische Trick des Zinsabzugs

Der anfängliche und oft versteckte Zinsabzug lässt sich mit gängigen Rechenhilfen und etwas Übung schnell ermitteln. Bei moderaten Zinssätzen und überschaubaren Laufzeiten ergibt sich stets deutlich geringerer Anlagebetrag für die spätere Auszahlungssumme. Hätte man große Geldbeträge auf der hohen Kante, könnte man somit das Zinsprodukt für Bruchteile der späteren Summe erwerben. Nach Ablauf der festgelegten Zeit erhält der Sparer den vollen und ursprünglichen Betrag ohne Abzüge zurück.

Die Entstehung der spekulativen Kriegskasse

Durch dieses geschickte Vorgehen verfügt der Anleger bereits über beträchtliche Überschüsse für spekulative Zwecke am Markt. Mit diesem freien Kapital kann er nun munter agieren und auf steigende Kurse bei verschiedenen Vermögenswerten setzen. Er sucht sich beispielsweise hochspekulative Bezugsrechte aus, welche aktuell nur geringe Centbeträge als Einsatz erfordern. Für den überschüssigen Betrag erhält er riesige Anzahlen dieser Papiere und partizipiert direkt an möglichen Kurssteigerungen.

Die Asymmetrie von Risiko und Gewinnverteilung

Steigen die Kurse an den Börsen, vervielfacht sich der Einsatz des Spekulanten in kurzer Zeit. In der Natur solcher Hebelprodukte liegt es allerdings, dass aus Gewinnen ebenso schnell totale Verluste werden können. Dem Anleger bleibt jedoch immer der Trost der sicheren Grundanlage, welche ihm das ursprüngliche Kapital garantiert. Unabhängig davon, ob der spekulative Anteil vollständig vernichtet wird, erhält er am Ende sein Geld zurück.

Die Illusion der absoluten Sicherheit

Diese Garantieprodukte sind nichts anderes als reine Augenwischerei für die ahnungslose und vertrauensselige Kundschaft. Die vollmundig als Schutzschirm vermarktete Zusage des Kapitalerhalts basiert auf dem vorgeschalteten Einkassieren von Zinsen. Die Institute nutzen diese Mittel zum Abschluss von riskanten Wetten auf den globalen Finanzmärkten. Läuft die Spekulation gut, ist deutlich höhere Verzinsung als bei normalen sicheren Anlagen drin.

Die wahren Profiteure im Hintergrund

Im Gegensatz zum privaten Anleger verfügen die Banken über gewaltige Summen in ihren spekulativen Kassen. Mit diesen riesigen Beträgen lässt sich trefflich spekulieren und der eigene Gewinn auf Kosten der Kundschaft maximieren. Der nicht aufgeklärte Kunde glaubt jedoch fest daran, dass das Institut etwas Gutes für ihn tut. In Wahrheit tut die Bank nur etwas Gutes für sich selbst, indem sie Provisionen beim Absatz kassiert.

Die systemische Ausbeutung der Unwissenheit

Die Praxis der Finanzinstitute offenbart tiefgreifende strukturelle Probleme im Umgang mit privatem Vermögen. Anstatt echte Sicherheit zu bieten, werden komplexe mathematische Modelle genutzt, um das Risiko auf die Kundschaft abzuwälzen. Die Institute sichern sich im Vorfeld ab und behalten den Löwenanteil der möglichen Gewinne für sich. Erst wenn die Anleger dieses System durchschauen und eigene Strategien entwickeln, können sie der Abhängigkeit entfliehen.