Der Weg zum erfolgreichen Wertpapierkauf und langfristigen Vermögensaufbau

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Der Aufbau von privatem Vermögen erfordert heutzutage ein fundiertes Verständnis der finanziellen Märkte und der passenden Instrumente. Die modernen Möglichkeiten der digitalen Geldanlage eröffnen dabei völlig neue Zugänge, die früher ausschließlich wohlhabenden Kreisen vorbehalten waren. Wer die grundlegenden Mechanismen versteht, kann das eigene Kapital effizient vermehren.

Die Vorteile eines regelmäßigen Sparplans

Regelmäßige Sparpläne sind vor allem für langfristig denkende Anleger von großem Interesse. Sie bieten die Möglichkeit, mit geringem Kapital über einen langen Zeitraum immer wieder regelmäßig Wertpapiere zu erwerben. Im Gegensatz zu Einzelinvestitionen entfällt bei dieser Methode das Zeitpunktrisiko, wodurch man vom Durchschnittskosteneffekt profitiert. Dabei werden beispielsweise jeden Monat für 50 Euro Anteile an einem Indexfonds gekauft.

Der mathematische Vorteil bei schwankenden Märkten

Durch die monatliche Anlage kauft man einmal zu höheren und einmal zu niedrigeren Kursen ein. Falls die Märkte fallen, drehen die zuvor gekauften Anteile zwar ins Minus. Da man nun ebenfalls zu günstigen Kursen weiter kauft, bringen diese neuen Anteile bereits ein Plus, sobald die Märkte wieder steigen. Unterm Strich hat man durch den günstigen Zukauf also bereits einen Vorteil erzielt.

Die Nutzung für die private Altersvorsorge

Solche Pläne eignen sich hervorragend zur privaten Altersvorsorge. Wenn man für 30 Jahre nur 50 Euro monatlich in einen Indexfonds mit niedrigen laufenden Kosten anlegt, erzielt man beachtliche Ergebnisse. Geht man von einem durchschnittlichen jährlichen Marktzuwachs von nur fünf Prozent aus, hat man am Ende 18.000 Euro eingezahlt. Dazu erhält man eine enorme Rendite durch den Zinseszinseffekt, wodurch sich das Gesamtvermögen deutlich erhöht.

Die Eröffnung eines Wertpapierdepots

Heutzutage ist der Kauf von Wertpapieren nicht mehr so kompliziert wie in den 1990er Jahren. Damals musste man noch telefonisch seinen Wertpapierhändler anrufen und den Kaufwunsch mitteilen. Der Kauf wurde meistens dann ausgeführt, wenn der Händler gerade Zeit fand, was oft zu wesentlich schlechteren Kursen führte. Heute funktioniert der Erwerb vollständig online und die Kurse werden in minutenschnellen Abständen gestellt.

Die Auswahl des richtigen Anbieters

Zunächst einmal muss man ein Wertpapierdepot bei einer Bank des Vertrauens oder bei einem spezialisierten Onlinehändler eröffnen. Im Internet finden sich umfassende Vergleiche, die verschiedene Anbieter und deren Gebührenstrukturen übersichtlich gegenüberstellen. Um das Depot zu erstellen, muss man sich ausweisen können und verfügt idealerweise über einen Wohnsitz im Inland. Meistens dauern die Erstellung und die anschließende Überprüfung eins bis zwei Wochen.

Die Finanzierung des Depots

Sobald die Zugangsdaten zum neuen Depot vorliegen, muss man von seinem Girokonto eine Geldsumme auf das Verrechnungskonto überweisen. Eine automatische Abbuchung vom Girokonto ist in der Regel nicht möglich, selbst wenn man das Depot bei der eigenen Hausbank eröffnet hat. Bei der Überweisung können seitens der Bank zusätzliche Kosten anfallen. Es ist daher ratsam, gleich eine größere Summe zu überweisen, um bei weiteren Käufen sofort handlungsfähig zu sein.

Die Identifikation des Wertpapiers

Wenn das Geld auf dem Depot angekommen ist, kann man über den Handelsbereich den Kauf auswählen und das gewünschte Papier definieren. Die internationale Wertpapierkennnummer ist eine eindeutige Kennung für jedes Finanzprodukt und existiert niemals doppelt. Selbst wenn der Name eines Wertpapiers je nach Handelsplatz unterschiedlich sein kann, bleibt diese internationale Nummer immer dieselbe. Die deutsche Wertpapierkennnummer erfüllt denselben Zweck, ist jedoch auf den nationalen Handel beschränkt.

Die Festlegung der Stückzahl

Nach der Auswahl des Papiers muss man angeben, wie viele Stücke man kaufen möchte, wobei immer ganze Zahlen gewählt werden müssen. Man kann nicht einfach einen krummen Betrag investieren, sondern muss die Stückzahl exakt berechnen. Dabei darf man sich nicht wundern, wenn der Kaufkurs etwas höher ist als der zuletzt in den Nachrichten gesehene Kurs. In den Medien werden immer die Verkaufskurse gelistet, während die Differenz zum Kaufkurs die Spanne darstellt.

Die Kosten der Kursabweichung

An dieser Differenz verdient der Händler sein Geld, und diese Spanne kann sich zu verschiedenen Tageszeiten unterscheiden. Kurz nach Handelseröffnung und kurz vor Handelsschluss ist diese Abweichung meist etwas größer als am restlichen Handelstag. Wenn man also einen bestimmten Kurs in den Nachrichten sieht, kostet das Papier zum tatsächlichen Kauf oft spürbar mehr. Das Wertpapier muss diese Gebühr und die Kosten der Handelsplätze zunächst einmal ausgleichen, damit man überhaupt in die Gewinnzone kommt.

Die Wahl des richtigen Handelsplatzes

Als nächsten Schritt wählt man den Handelsplatz aus, also die Börse, an der man das Wertpapier erwerben möchte. Dieser Schritt ist nicht unwesentlich, da die Kurse an den unterschiedlichen Börsen variieren können. Zudem verlangen manche Börsen noch geringe zusätzliche Gebühren pro Auftrag. Viele Händler bieten alternativ auch einen Direkthandel oder einen außerbörslichen Handel an, dessen Konditionen man den Informationsmaterialien entnehmen kann.

Die Sicherung durch Auftragszusätze

Bevor man den Kauf endgültig auslöst, sollte man sich mit den verschiedenen Auftragsarten vertraut machen, um nicht ungewollt ins Messer zu laufen. Diese Zusätze können eine Art Puffer geben, falls die Kurse entgegen den Erwartungen fallen sollten. Es kann vorkommen, dass an der ausgewählten Börse gerade sehr viele Anfragen vorliegen und der Auftrag erst viel später ausgeführt wird. Gegen solche Verzögerungen und Kursrisiken gibt es wirksame Schutzmechanismen.

Die unlimitierte Kaufausführung

Bei der billigsten Ausführung wird der Kauf zum nächstmöglichen Kurs getätigt, was jedoch teurer als erwartet ausfallen kann. Dieser Typ bedeutet also nicht wirklich billigst, sondern eher unlimitiert, sofern keine Verkäufer mit passender Stückzahl vorhanden sind. Die beste Ausführung ist das unlimitierte Pendant für den Verkauf, bei dem die Papiere einfach in den Markt gegeben werden. Normalerweise geht dies sehr schnell, bei exotischen Papieren kann der tatsächliche Verkaufspreis jedoch stark vom erwarteten Kurs abweichen.

Die Festlegung einer Preisgrenze

Eine Preisgrenze bedeutet, dass man ein Kurslimit eingibt, zu welchem man kaufen oder verkaufen möchte. Beim Kauf muss das Limit unter dem aktuellen Kurs liegen, was sich anbietet, wenn man von einem baldigen Kurseinbruch ausgeht. Man muss dabei stets den Kaufkurs und nicht den Verkaufskurs im System hinterlegen. Für den Verkauf nutzt man diese Grenze, um automatisch zu veräußern, sobald das Wertpapier einen bestimmten Wert erreicht hat.

Die Begrenzung von Verlusten

Die Verlustbegrenzung dient dazu, finanzielle Einbußen strikt zu limitieren, sobald der Kurs eine definierte Marke unterschreitet. Oft setzt sich dieser Ordertyp aus zwei Marken zusammen, nämlich dem gewünschten Verkaufswert und dem maximalen Verkaufswert. Fällt der Kurs unter die unterste Grenze, ohne dass ein Käufer gefunden wurde, werden die Papiere nicht mehr verkauft. Man sollte also vorher exakt durchdenken, ab welchem Kurs und bis zu welchem Kurs man verkaufen möchte.

Die Nutzung technischer Kaufsignale

Umgekehrt eignet sich eine solche Kombination dazu, bei einem Kurs zu kaufen, sobald der Wert eine bestimmte Marke übersteigt. Wenn man mit der Charttechnik ein Kaufsignal ab einer bestimmten Marke erkennt, kann man eine entsprechende Grenze setzen. Der Kaufauftrag wird dann ausgeführt, sobald der Kurs die untere Grenze erreicht, und er wird bis zur oberen Grenze bedient. Darüber hinaus wird der Auftrag jedoch nicht mehr ausgeführt, was ein zu teures Einkaufen verhindert.

Die individuelle Anpassung der Händlerregeln

Von Händler zu Händler unterscheiden sich die Bezeichnungen für diese Auftragszusätze teilweise erheblich, und hin und wieder werden noch weitere Typen angeboten. Man sollte sich immer das Infomaterial zu den Auftragsarten durchlesen oder die Informationshotline des Anbieters kontaktieren. Sind alle Einstellungen korrekt vorgenommen, kann man den Kauf endgültig auslösen und sieht noch eine Zusammenfassung aller Gebühren. Nun kann man den Status des Auftrags im Orderbuch verfolgen und ist offiziell Eigentümer des Wertpapiers.

 

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