Der Aufstieg des Datenismus und die Zukunft der menschlichen Erfahrung
Screenshot youtube.comDie heutige Epoche ist von einem tiefgreifenden Wandel geprägt, bei dem der Mensch nicht länger das Maß aller Dinge ist, sondern seine Existenz zunehmend als Teil eines globalen Informationsstromes begreift. Besonders die junge Generation zeigt sich von den Vorzügen dieser neuen Datenreligion überzeugt, da viele Menschen schlichtweg Teil dieses gewaltigen Stromes sein möchten.
Dies geschieht oft auf Kosten der Privatsphäre, der persönlichen Freiheit und der individuellen Eigenständigkeit. Früher verehrte die menschliche Kunst das einzelne Genie, wobei schon kleine Skizzen berühmter Meister auf Papier enormen Wert erzielten. Auch die Wissenschaft verklärte den einzelnen Forscher, der davon träumte, seinen Namen unter Artikeln in bedeutenden Fachzeitschriften zu lesen. Heute entsteht eine wachsende Zahl künstlerischer und wissenschaftlicher Werke durch die ständige Zusammenarbeit unzähliger Teilnehmer. Die freie Enzyklopädie des Weltnetzes wird beispielsweise von der gesamten Menschheit verfasst.
Der Wandel vom Einzelnen zum Kollektiv
Das einzelne Individuum wird dadurch zu winzigen Bausteinen in gewaltigen Systemen, die kein Mensch vollständig durchschaut. Täglich nehme ich über elektronische Briefe, Telefongespräche und Texte unzählige kleine Datenmengen in mich auf. Ich verarbeite diese Informationen und sende mittels weiterer Nachrichten und Artikel neue Datenstücke in die Welt hinaus. Ich weiß nicht wirklich, wie ich in dieses große Gefüge passe und wie meine kleinen Datenmengen mit den Informationen verschmelzen, die von Milliarden anderer Menschen und Rechner erzeugt werden. Ich habe keine Zeit, dies herauszufinden, da ich viel zu sehr damit beschäftigt bin, all meine elektronischen Nachrichten zu beantworten.
Das unsichtbare Netzwerk der Informationen
Während ich Daten noch effizienter verarbeite, werden die Mitmenschen von immer größeren Informationsmengen überflutet. Dieser unaufhörliche Strom führt zu neuen Erfindungen und Veränderungen, die niemand plant oder begreift. Niemand weiß genau, wie die Weltwirtschaft funktioniert oder wohin die Weltpolitik steuert. Man muss lediglich die elektronischen Nachrichten schneller beantworten und dem System erlauben, diese zu lesen. So wie die Anhänger der Marktwirtschaft an die unsichtbare Hand des Marktes glauben, vertrauen die Datenjünger auf die unsichtbare Hand des Informationsflusses.
Die Ohnmacht des menschlichen Verstandes
Wenn das weltumspannende Datenverarbeitungssystem allwissend und allmächtig wird, entsteht der Sinn des Lebens aus der Verbindung mit diesem System. Die Menschen wollen im Strom der Informationen aufgehen, denn als Teil dieses Stromes sind sie auch Teil von etwas Größerem. Traditionelle Glaubensrichtungen erklärten mir stets, jedes meiner Worte sei Teil eines großen kosmischen Planes und höhere Mächte beobachteten mich jede Minute. Die heutige Datenreligion besagt, dass jedes meiner Worte und jede meiner Handlungen Teil des großen Informationsflusses ist. Die Rechenverfahren haben mich ständig im Auge und kümmern sich um alles, was ich tue und empfinde.
Die neue Religion der Datenströme
Die meisten Menschen sind über diese Entwicklung ausgesprochen glücklich. Für die wahren Gläubigen gilt sogar, dass derjenige, der vom Datenfluss abgekoppelt ist, die Gefahr läuft, den Sinn des Lebens zu verlieren. Es stellt sich die Frage, was es für Sinn hat, etwas zu erleben, wenn niemand davon weiß und es keinen Beitrag zum globalen Austausch leistet. Der alte Humanismus glaubte, dass sich Erfahrungen in unserem Innern abspielen und wir den Sinn des Geschehens in uns selbst finden. Anhänger des Datenismus glauben hingegen, dass Erfahrungen wertlos sind, wenn man sie nicht mit anderen teilt.
Der Verlust der inneren Erfahrung
Wir müssen unsere Erlebnisse aufzeichnen und mit dem großen Strom verknüpfen, damit die Rechenverfahren ihren Sinn erkennen und uns leiten. Vor 20 Jahren lachte man über Reisende aus Fernost, die ständig Kameras dabeihatten und alles fotografierten. Heute macht das jeder, indem man bei der Sichtung von Tieren sofort das Mobilgerät zückt, Bilder macht und sie in soziale Netzwerke hochlädt. Man prüft dann alle zwei Minuten die eigenen Nutzerkonten, um zu sehen, wie viele Zustimmungen die Bilder erhalten haben. Private Tagebücher zu schreiben, was für frühere Generationen üblich war, erscheint vielen jungen Leuten heute völlig sinnlos.
Die Pflicht zur ständigen Dokumentation
Warum sollte man etwas aufschreiben, wenn keiner es lesen kann? Das neue Motto lautet, dass man Erlebnisse festhalten, aufzeichnen und teilen muss. Diese Haltung wirft die Frage auf, was den Menschen anderen Tieren überlegen macht. Der Datenismus liefert darauf einfache Antworten, denn für sich genommen sind menschliche Erfahrungen denen von Wölfen oder Elefanten nicht überlegen. Datenfitzelchen sind wie andere Fetzchen, doch Menschen können Gedichte über ihre Erfahrungen schreiben und sie ins Weltnetz stellen.
Der Wert der Erlebnisse im Vergleich
Damit bereichern sie das globale Verarbeitungssystem, was ihre Daten wertvoll macht. Wölfe können dies nicht, weshalb alle Erfahrungen der Wölfe wertlos sind. Deshalb wandeln wir unsere Erlebnisse so eifrig in Daten um, was Fragen des Überlebens und nicht bloß Modetrends berührt. Wir müssen dem System beweisen, dass wir Werte haben, die nicht im Erleben selbst, sondern in der Umwandlung in frei fließende Daten bestehen. Wölfe oder ihre hündischen Verwandten sind dabei kein hoffnungsloser Fall, da es bereits Entwicklungen gibt, mit denen sich die Erfahrungen von Hunden ablesen lassen.
Die Verwandlung von Erlebnissen in verwertbare Daten
Spezielle Helme überwachen die Hirnströme der Tiere und übersetzen einfache Botschaften mit Hilfe von Rechenverfahren in menschliche Sprache. Die eigenen Hunde könnten also schon bald Nutzerkonten in sozialen Netzwerken besitzen. Vielleicht erhalten diese Hunde sogar mehr Zustimmungen und Anhänger als ihre menschlichen Besitzer. Der Datenismus ist weder liberal noch humanistisch, aber er ist auch nicht grundsätzlich gegen menschliche Erfahrungen gerichtet. Er glaubt nur nicht, dass diese Erfahrungen für sich genommen Werte besitzen.
Die technische Übersetzbarkeit tierischer Regungen
Früher fragte man, welche Erfahrung wertvoller ist: das Hören berühmter Symphonien, das Lauschen bestimmter Lieder oder das Hören von Tieren. Datenjünger würden behaupten, dass diese Fragen unsinnig sind, denn Musik sollte man nach den Daten bewerten, die sie transportiert. Komplexe Symphonien enthalten weit mehr Daten als einfache Lieder, weil sie aus viel mehr Tönen bestehen und mit vielen Stilen in Dialogen treten. Folglich benötigt man viel mehr Rechenleistung, um die Symphonien zu entschlüsseln, und bezieht viel mehr Wissen daraus. Nach dieser Sichtweise besteht Musik aus mathematischen Mustern, die sich exakt beschreiben lassen.
Die mathematische Bewertung der Kunst
Man kann den genauen Datenwert jedes Stückes messen und feststellen, was davon am reichhaltigsten ist. Die Erlebnisse, die diese Stücke bei Menschen oder Tieren auslösen, spielen dabei keine Rollen. In den letzten 70000 Jahren waren menschliche Erfahrungen die effizientesten Rechenverfahren im Universum, was es rechtfertigte, sie für heilig zu erklären. Wir könnten jedoch bald Punkte erreichen, an denen diese biologischen Verfahren verdrängt werden und sogar Lasten darstellen. Der Mensch entwickelte sich vor 100000 Jahren in der afrikanischen Steppe, und seine inneren Verfahren sind nicht dafür gemacht, die Datenströme des 21. Jahrhunderts zu bewältigen.
Die Ablösung des menschlichen Gehirns
Man könnte versuchen, das menschliche System zu optimieren, aber das reicht womöglich nicht aus. Das weltumspannende Netz aller Gegenstände könnte schon bald derart riesige und schnelle Ströme erzeugen, dass selbst optimierte Menschen damit überfordert sind. Als das Automobil die Pferdekutschen ersetzte, hat man die Pferde nicht optimiert, sondern in den Ruhestand geschickt. Vielleicht ist es an der Zeit, das Gleiche mit dem Menschen zu tun, da der Datenismus streng funktionale Haltungen einnimmt. Der Wert menschlicher Erfahrungen wird allein nach ihren Funktionen in Datenverarbeitungsmechanismen bemessen.
Die Überflüssigkeit des biologischen Denkens
Wenn wir Rechenverfahren entwickeln, die die gleichen Funktionen besser erfüllen, verlieren menschliche Erfahrungen ihre Werte. Wenn wir nicht nur Fahrer und Ärzte, sondern auch Anwälte, Dichter und Musiker durch überlegene Programme ersetzen können, warum sollte es uns kümmern, dass diese Programme kein Bewusstsein haben? Humanisten preisen die Ehrwürdigkeit der Erfahrung, während Datenjünger dies als sentimentalen Unsinn abtun. Die Erfahrung ist nichts weiter als veraltete biochemische Rechenverfahren, die vor 70000 Jahren in der Steppe modern waren. Selbst im 20. Jahrhundert waren sie für das Militär und die Wirtschaft noch zu gebrauchen.
Die Funktionslosigkeit des menschlichen Bewusstseins
Bald werden wir über viel bessere Verfahren verfügen, die das menschliche Denken überflüssig machen. In Zukunftsliteratur sehen sich Menschen oft mit Flotten außerirdischer Invasoren oder rebellischen Maschinen konfrontiert. Die Menschheit scheint dem Untergang geweiht, triumphiert aber im letzten Moment durch die Liebe. Helden werden von ihren Geliebten dazu veranlasst, unerwartete Schritte zu tun, die das Blatt gegen perplexe Rechnernetze wenden. Der Datenismus findet solche Szenarien furchtbar lächerlich und fragt die Drehbuchschreiber in der kalifornischen Filmindustrie, ob das alles sei, was sie im Angebot hätten.
Die Romantisierung der Gefühle in der Literatur
Glauben die Autoren wirklich, dass allwissende Superrechner sich durch Hormonräusche überrumpeln lassen würden? Indem der Datenismus die menschliche Erfahrung mit Datenmustern gleichsetzt, bringt er unsere wichtigsten Quellen von Autorität und Sinn ins Wanken. Dies kündigt ungeheure Glaubensrevolutionen an, wie wir sie seit dem 18. Jahrhundert nicht erlebt haben. In den Zeiten der Aufklärung behaupteten Denker, Gott sei Produkt der menschlichen Vorstellungskraft. Heute zahlt es der Datenismus den Humanisten mit gleicher Münze heim und erklärt, die menschliche Vorstellungskraft sei ihrerseits das Produkt biochemischer Rechenverfahren.
Die Abkehr von der romantischen Vorstellungskraft
Im 18. Jahrhundert drängte der Humanismus Gott an den Rand, indem er zu menschenzentrierten Weltbildern überging. Im 21. Jahrhundert könnte der Datenismus die Menschen an den Rand drängen, indem er zu datenzentrierten Weltsichten wechselt. Diese Revolution wird vermutlich einige Jahrzehnte oder sogar 1 bis 2 Jahrhunderte dauern. Auch die frühere menschliche Revolution vollzog sich nicht über Nacht, da die Menschen zunächst weiter an Gott glaubten. Erst viel später wagten einige zu behaupten, dass Menschen aus eigenem Recht heilig sind und Gott nicht existiert.
Der historische Wandel der Weltbilder
Ähnlich sprechen die heutigen Datenjünger davon, dass das Netz aller Dinge heilig ist, weil die Menschen es für ihre Bedürfnisse schaffen. Am Ende könnte dieses Netz aus eigenem Recht unantastbar werden. Der Übergang zu datenzentrierten Weltbildern wird nicht nur philosophische, sondern auch praktische Revolutionen sein. Alle wirklich bedeutenden Umwälzungen sind praktischer Natur, da Ideen die Welt nur verändern, wenn sie unser Verhalten ändern. Wenn die Menschen im antiken Babylon vor Dilemmata standen, stiegen sie in dunkler Nacht auf die Tempel und schauten zum Himmel.
Die praktischen Folgen des neuen Glaubens
Sie glaubten, die Sterne würden das Schicksal lenken und die Zukunft vorhersagen. Indem sie die Sterne beobachteten, entschieden sie, ob sie heiraten, die Felder bestellen oder in die Kriege ziehen sollten. Ihre philosophischen Überzeugungen wurden damals in ganz praktische Vorgehensweisen übersetzt. Schriftreligionen erzählten andere Geschichten und behaupteten, die Sterne würden lügen. Götter hätten die ganze Wahrheit in den heiligen Büchern offenbart, weshalb man aufhören solle, auf die Sterne zu starren.
Die Übersetzung von Glaube in alltägliches Handeln
Wenn die Menschen nicht wussten, wen sie heiraten oder welche Berufe sie wählen sollten, lasen sie in den heiligen Schriften. Dann kamen die Humanisten mit völlig neuen Geschichten, wonach die Menschen selbst die Quellen aller Wahrheit sind. Sie empfahlen, in Zwickmühlen einfach auf sich selbst zu hören und den inneren Stimmen zu folgen. Der Humanismus gab detaillierte praktische Anweisungen, wie man auf sich hört, und empfahl Dinge wie das Besteigen von Bergen oder das Führen von Tagebüchern. Jahrhundertelang übernahmen auch Wissenschaftler diese Leitlinien und ließen die Blicke von Bergen aus in die Fernen schweifen.
Die Entwicklung der inneren Stimme als Richtschnur
Wenn Forscher überlegten, ob sie problematische Angebote annehmen sollten, schrieben sie Tagebücher und führten offenherzige Gespräche. Wenn Biologen diskutierten, ob man in die Kriege ziehen sollte, stimmten sie bei demokratischen Wahlen ab. Das war die Grundlage für moderne Bündnisse zwischen Wissenschaft und Humanismus, welche die Balancen zwischen Vernunft und Emotion wahrten. Die Wissenschaftler sprachen nicht nur menschliche Gefühle heilig, sondern entdeckten auch ausgezeichnete evolutionäre Gründe dafür. Nach Darwin sind Gefühle komplexe Rechenverfahren, die von der Evolution immer weiter verfeinert wurden, damit Tiere die richtigen Entscheidungen treffen.
Die Verbindung von Wissenschaft und menschlichem Empfinden
Unsere Lieben und unsere Ängste sind keine nebulösen Phänomene, sondern enthalten in sich Jahrmillionen praktischer Weisheit. Wer auf die eigenen Gefühle hört, folgt Verfahren, die die härtesten Eignungstests der natürlichen Auslese überstanden haben. Die eigenen Gefühle sind die Stimmen von Millionen Vorfahren, denen es gelang, in erbarmungslosen Umwelten zu überleben. Über Jahrmillionen waren Gefühle die besten Rechenverfahren auf der Welt, weshalb die Menschen in der Vergangenheit lieber auf sie hören sollten. Im 21. Jahrhundert jedoch sind Gefühle nicht mehr die besten Verfahren, da wir gerade überlegene Systeme entwickeln.
Die evolutionäre Rechtfertigung der Emotionen
Diese neuen Systeme stützen sich auf beispiellose Rechenleistungen und riesige Datensammlungen. Die Verfahren der großen Suchmaschinen wissen nicht nur genau, wie Sie sich fühlen, sondern wissen unzählige weitere Dinge über Sie. Folglich sollten Sie nicht mehr auf Ihre Gefühle hören, sondern auf diese externen Rechenverfahren. Was bringt es, demokratische Wahlen abzuhalten, wenn die Rechenverfahren wissen, wie jede Person abstimmen wird? Sie kennen sogar die genauen neurologischen Gründe dafür, warum die einen rechtsnational wählen und die anderen ihre Kreuzchen bei linken Parteien machen.
Die Ablösung der Emotionen durch externe Rechner
Hatte der Humanismus befohlen, auf die Gefühle zu hören, so verlangt der Datenismus nun, auf die Rechenverfahren zu hören. Wenn man überlegt, wen man heiraten oder welche beruflichen Laufbahnen man einschlagen soll, erklärt einem der Datenismus, dass es Zeitverschwendung wäre, auf Berge zu steigen. Gleichermaßen sinnlos wäre es, in Museen zu gehen oder Freundinnen die Herzen auszuschütten. Um die richtigen Entscheidungen zu treffen, muss man sich selbst besser kennen, aber es gibt deutlich bessere Methoden als das Führen von Tagebüchern. Der Datenismus rät dazu, das Erbgut sequenzieren zu lassen und die Familien davon zu überzeugen, dies ebenfalls zu tun.
Die Sinnlosigkeit traditioneller Selbstfindung
Man sollte sich tragbare biometrische Geräte zulegen, die rund um die Uhr den Blutdruck und den Puls messen. Diese Geräte verbindet man mit den Mobiltelefonen, um alle Daten ständig zu übertragen. Zudem sollte man mobile Kameras nutzen, um alles aufzuzeichnen, was man tut, und es den großen Suchmaschinen zu erlauben, alle Nachrichten und Klicks zu speichern. Wenn man all dies tut, werden die großen Rechenverfahren des weltumspannenden Netzes sagen, wen man heiraten und ob man Kriege anzetteln soll. Woher diese großen Verfahren kommen, ist das Geheimnis des Datenismus.
Die totale Überwachung als Weg zur Selbsterkenntnis
So wie viele Menschen laut Weltreligionen die göttlichen Pläne nicht verstehen können, behauptet der Datenismus, das menschliche Gehirn könne die neuen Masterverfahren nicht begreifen. Im Moment werden die Verfahren natürlich überwiegend von menschlichen Rechnerexperten geschrieben. Doch die wirklich wichtigen Verfahren werden von riesigen Teams entwickelt, wobei jeder Beteiligte nur Teile der Rätsel versteht. Niemand begreift die Verfahren als Ganzes so richtig, und mit dem Aufkommen des maschinellen Lernens entwickeln sich immer mehr Verfahren unabhängig. Sie verbessern sich selbst und lernen aus ihren eigenen Fehlern, indem sie astronomische Datenmengen analysieren.
Die Undurchschaubarkeit der modernen Rechenwerke
Kein Mensch könnte diese Mengen je bewältigen, aber die Maschinen lernen, Muster zu erkennen und Strategien anzuwenden, die dem menschlichen Geist entgehen. Die Ausgangsverfahren mögen zunächst von Menschen entwickelt worden sein, aber wenn sie heranwachsen, verfolgen sie ihre eigenen Wege. Sie gehen dorthin, wo noch nie zuvor Menschen waren und wohin ihnen keine Menschen folgen können.
















