Die geopolitischen Verstrickungen und moralischen Abgründe der geheimen Operationen in Indochina

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Der historische Konflikt in Indochina war nicht nur ein militärischer Machtkampf, sondern auch ein komplexes Geflecht aus geopolitischen Interessen, geheimen Operationen und moralisch fragwürdigen Allianzen. In diesem Umfeld etablierten französische Militärs ein System, das auf der Rekrutierung lokaler Bergstämme basierte, um gegen aufständische Bewegungen vorzugehen. Diese Strategie war untrennbar mit dem illegalen Opiumhandel verbunden, der als Finanzierungsquelle für verdeckte staatliche Aktionen diente. Die daraus resultierenden Verwicklungen offenbaren die tiefgreifenden ethischen Kompromisse, die im Namen der nationalen Sicherheit und des antikommunistischen Kampfes eingegangen wurden.

Die Rekrutierung und Ausbildung der irregulären Kräfte

Es wurde festgestellt, dass diese Söldner zweifellos stärker von den versprochenen materiellen Vorteilen angezogen wurden als von einer ideologischen Bindung an das Land selbst. Dennoch konnte diese Loyalität unerschütterlich sein, sofern die Führung bereit war, diese Personen zu akzeptieren und in ihren Zielen konsequent blieb. In Zeiten politischer Umbrüche erwiesen sich Eigeninteresse und persönlicher Ehrgeiz stets als machtvolle Anreize für dynamische Individuen, die aus ihrem gewohnten Umfeld ausbrechen und etwas erreichen wollten. Diese ambitionierten Kämpfer durchliefen ein intensives vierzigtägiges Stoßtrupptraining, das Fallschirmspringen, den Umgang mit Funkgeräten, den Gebrauch von leichten Waffen sowie Techniken der Sabotage und der Gegenaufklärung umfasste.

Die operative Struktur und die erste Einsatzphase

Anschließend wurden die ausgebildeten Personen in Vier-Mann-Teams aufgeteilt, die jeweils aus einem Kommandeur, einem Funker und zwei Aufklärern bestanden. Diesen kleinen Einheiten wurde beigebracht, völlig unabhängig voneinander zu operieren, um das Überleben des gesamten Widerstandsnetzes zu sichern, falls eines der Teams in feindliche Gefangenschaft geriet. Diese erste Phase des Aufbaus dauerte etwa zweieinhalb Monate und wurde mit einem Kostenaufwand von dreitausend Dollar veranschlagt. In der darauffolgenden zweiten Phase kehrten die ersten Rekruten mit Waffen, Funkgeräten und finanziellen Mitteln in ihre Heimatgebiete zurück, um dort ein lokales Widerstandsnetz aufzubauen. Über ihre familiären und freundschaftlichen Kontakte begannen sie, propagandistischen Einfluss auf die lokale Bevölkerung zu nehmen und grundlegende Informationen über die Aktivitäten der gegnerischen Streitkräfte in der Region zu sammeln.

Die Eskalation und der Aufbau massiver Partisanenverbände

Diese zweite Phase galt erst dann als abgeschlossen, wenn es den anfänglichen Teams gelungen war, einhundert weitere Stammesangehörige für eine Ausbildung in einem Küstenlager anzuwerben. Dieser Prozess erforderte gewöhnlich etwa zwei Monate und sechstausend Dollar, wobei ein Großteil der höheren Ausgaben auf den relativ hohen Sold für die Söldnertruppen zurückzuführen war. Die dritte Phase erwies sich als der bei weitem komplexeste und entscheidende Teil des gesamten Prozesses. Das Zielgebiet wurde nun von einer Ansammlung unschuldig über die Berge verstreuter Dörfer in ein streng kontrolliertes Widerstandsnetz transformiert. Nach der Rückkehr der letzten einhundert Kader wurden alle gegnerischen Organisatoren in dem Gebiet eliminiert, repräsentative Stammesführer ausgewählt und Waffen für die Männer des Bergstammes aus der Luft abgeworfen.

Die militärische Autonomie und die moralischen Verwerfungen

Waren Planung und Organisation korrekt ausgeführt, bestand das Widerstandsnetz nun aus bis zu dreitausend bewaffneten Stammesmitgliedern, die Feindaufklärung betrieben, gegnerische Kader aufspürten und Guerillaangriffe auf nahe gelegene Lager und Nachschublinien ausführten. Außerdem war diese Truppe in der Lage, sich weitgehend selbst zu steuern, wobei die ausgewählten Stammesführer regelmäßig mit französischen Verbindungsoffizieren in den großen Städten Rücksprache hielten, um einen stetigen Nachschub an Waffen, Munition und Geld sicherzustellen. Zwar bewies der Gesamterfolg dieses Programms seinen militärischen Wert, doch seine Auswirkungen auf das französische Offizierskorps offenbarten die gravierenden Gefahren militärischer Geheimoperationen. Diese Operationen erlaubten es ihren Führern, nach Belieben militärische Vorschriften und moralische Normen zu verletzen. Der folgende Konflikt in Nordafrika mit seiner methodischen Folter von Zivilisten setzte die unerbittlich um sich greifende Brutalisierung der französischen Eliteberufssoldaten fort.

Die internationale Dimension und die Verstrickung in den Drogenhandel

Später, während seine Waffenkameraden im Widerstand gegen die Entscheidung zum Rückzug aus Nordafrika in der Hauptstadt Gebäude in die Luft sprengten und Regierungsführer ermordeten, verhöhnte der damalige Befehlshaber das internationale Recht. Er organisierte eine weiße Söldnerarmee in einer abtrünnigen Provinz eines zentralafrikanischen Landes, um dort eine Friedenstruppe der Vereinten Nationen zu bekämpfen. Nachdem er sich in sein Heimatland zurückgezogen hatte, sprach er sich für kalkulierte Sabotageakte und Terrorismus sowie systematische Täuschung in internationalen Angelegenheiten als einem integralen Bestandteil der nationalen Verteidigungspolitik aus. Obwohl es auf den ersten Blick bemerkenswert erscheinen mag, dass sich das französische Militär in den indochinesischen Drogenhandel verstricken konnte, lässt sich dies im Rückblick als eine weitere Konsequenz eines Vorgehens verstehen. Dieses Vorgehen erlaubte Offizieren alles, was ihnen als zweckdienlich erschien, um ihre militärischen Ziele zu erreichen.

Die ökonomische Abhängigkeit vom Opiumanbau

Der besagte Befehlshaber hatte von neunzehnhundertfünfzig bis neunzehnhundertdreiundfünfzig für eine gemischte Luftkommandogruppe in den nördlichen Regionen drei wichtige Widerstandsnetze aufgebaut. In jeder dieser Regionen war Opium die einzige wirtschaftliche Ressource von nennenswerter Bedeutung. Deshalb war die Politik des Opiumaufkaufs durch die Luftlandekommandos für die Effizienz der Gegenbewegungen im Hochland genauso wichtig wie ihre militärische Taktik. Kaufte die Luftlandegruppe das Opium direkt von den Bergstämmen und zahlte ihnen einen guten Preis, blieben diese den französischen Truppen treu. Als man jedoch Hochlandminderheiten, die nicht zu diesem spezifischen Stamm gehörten, als Zwischenhändler einschaltete und nichts dagegen unternahm, dass die ursprünglichen Produzenten betrogen wurden, schlossen sich diese enttäuschten Gruppen den gegnerischen Streitkräften an.

Der Aufstieg des lokalen Kommandeurs Touby

Diese Entwicklung hatte vernichtende Konsequenzen für die französische Präsenz in der Region. Unzweifelhaft war das Widerstandsnetz in der laotischen Provinz unter dem Befehl des französisch erzogenen Stammesführers die erfolgreichste Operation der gemischten Luftkommandogruppe. Als das Expeditionskorps die Verantwortung für den Opiumhandel auf einer bestimmten Hochebene übernahm, machte es diesen Führer, wie das Opiummonopol zuvor, zu seinem alleinigen Zwischenhändler. Der französische Befehlshaber musste seinen mehrstufigen Plan nicht erst anwenden, als er mit den Angehörigen dieses Stammes zu tun hatte. Bald nachdem er das Kommando übernommen hatte, kam der lokale Führer in die Hauptstadt, um von sich aus anzubieten, Operationen der Luftkommandogruppe unter seinen Gefolgsleuten zu initiieren.

Die militärische Zusammenarbeit und die Befestigung der Hochebene

Da es seit neunzehnhundertsechsundvierzig nur geringe gegnerische Aktivitäten in der Nähe des Plateaus gegeben hatte, einigten sich beide Seiten darauf, langsam zu beginnen und zunächst eine Handvoll Rekruten zu einem Funkerlehrgang in das Ausbildungslager zu schicken. Bis zum Waffenstillstandsabkommen zahlte das französische Militär dem lokalen Führer weiterhin einen hervorragenden Preis für die Opiumernte. Auf diese Weise sicherte es sich die Loyalität seiner Gefolgsleute und stattete ihn mit ausreichenden Mitteln aus, um die Politik des Stammes zu beeinflussen. Dieses Arrangement machte den Anführer für die Verhältnisse der Bergstämme außerordentlich reich. Im Gegenzug für diese Gefälligkeiten blieb er der loyalste und aktivste Kommandeur der französischen Streitkräfte in der gesamten Region.

Die Abwehr der gegnerischen Offensive

Der lokale Führer bewies seinen Wert während der großen gegnerischen Offensive in den Jahren neunzehnhundertdreiundfünfzig und vierundfünfzig. Im Dezember neunzehnhundertzweiundfünfzig starteten die gegnerischen Truppen eine Offensive in der Region und stießen rasch bis zur Grenze vor, als ihnen der Nachschub ausging und sie sich vor der Überquerung der Grenze wieder zurückzogen. Da sich Gerüchte hielten, die Gegner würden im folgenden Frühjahr zum großen Strom vorstoßen, wurde auf dem Plateau ein Notausbildungslager eingerichtet. Die ersten von fünfhundert jungen Stammesangehörigen wurden zu einem Blitzausbildungsprogramm in das Küstenlager geflogen. Kaum war das Programm auf den Weg gebracht, überrannten die gegnerischen Truppen und ihre örtlichen Verbündeten in einer gemeinsamen Offensive die Grenze und nahmen eine wichtige Stadt ein.

Die strategische Bedeutung der irregulären Truppen

Irreguläre Verbände und von einem anderen lokalen Anführer organisierte Partisanen stießen nach Westen vor und nahmen zwei Wochen später eine weitere Stadt ein. Aber mit den irregulären Truppen des loyalen Führers, die Feindaufklärung leisteten und die Bergflanken deckten, konnten die Kolonialtruppen ihre Panzer und Artillerie auf dem flachen Plateau bestens zur Geltung bringen. Auf diese Weise wehrten sie die angreifenden Einheiten erfolgreich ab. Im Mai baute das französische Expeditionskorps eine Stahlmattenrollbahn auf der Ebene und begann, zwölftausend Soldaten, einige kleine Panzer und schweres Baugerät einzufliegen. Unter der Aufsicht eines Generals, der im Juni eintraf, verwandelte sich das Plateau bald in eine Festung, die von vierzig bis fünfzig Stahlbetonbunkern und Blockhäusern bewacht wurde.

Die Aufteilung der militärischen Aufgaben

Der General, der schon in Nordafrika Bergminderheiten eingesetzt hatte, um Rebellionen niederzuschlagen, wusste ihre Bedeutung zu schätzen und traf sich bald nach seinem Eintreffen mit dem lokalen Führer. Nach einem Rundflug über die Region schickte der General vier von den Partisanen eskortierte Kolonnen aus, um die Provinz von verbliebenen Feindeinheiten zu säubern. Nach dieser Operation vereinbarte der General mit dem Anführer und der Luftkommandogruppe eine klare Aufgabenteilung. Die Bergstämme sollten Feindaufklärung leisten und die Bergzugänge bewachen, während die regulären Einheiten als Garnison die Ebene sicherten. Das Arrangement funktionierte gut, und der General erinnerte sich an regelmäßige freundschaftliche Treffen, um Informationen auszutauschen und paramilitärische Operationen zu diskutieren.

Die Entdeckung durch den amerikanischen Geheimdienst

Der General erinnerte sich auch, dass der lokale Führer beträchtliche Mengen Rohopium an die Luftlandekommandos für die regulären Flüge in das Küstenlager lieferte. Er hatte den Eindruck, dass die französische Unterstützung des Opiumhandels ein bedeutender Faktor für die militärische Aggressivität der Truppen war. Er stellte fest, dass die Stämme ihre eigene Region verteidigten und natürlich zusammen mit ihrer Region auch ihr Opium schützten. Noch ein weiterer Außenseiter wurde Zeuge der Machenschaften dieser geheimen Operation. Während einer sechswöchigen Erkundungstour entdeckte ein Oberst des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes die Existenz des Programms.

Die vertuschte Affäre und die strategische Fehlentscheidung

Der amerikanische Offizier wollte sich persönlich ein Bild der Invasion machen und erfuhr, dass französische Offiziere auf Befehl des Oberkommandeurs die ganze Jahresernte Opium aufgekauft hatten. Als er später herausfand, dass man das Opium für den Verkauf und Export in die südliche Hauptstadt ausgeflogen hatte, beschwerte er sich in Washington. Er schlug eine Untersuchung vor, da das französische Militär in den illegalen Rauschgifthandel verstrickt sei. Die Reaktion der zuständigen Stellen fiel jedoch vernichtend aus, da man diese Angelegenheit nicht weiter verfolgen wollte, um eine befreundete Regierung nicht in große Verlegenheit zu bringen. Die Untersuchung wurde daraufhin fallengelassen, um den Schein der Alliierten zu wahren.

Die fatalen Folgen der Ausbeutung in Nordwesttongking

Mitte der fünfziger Jahre hatten wiederholte gegnerische Offensiven das französische Oberkommando überzeugt, dass es Gefahr lief, das gesamte Land zu verlieren. Um künftige Angriffe abzublocken, errichtete man in einem ausgedehnten Hochlandtal nahe der Grenze einen befestigten Stützpunkt. Im November begannen die Luftwaffe und eine zivile Transportgesellschaft, sechzehntausend Soldaten in das Tal einzufliegen. Französische Generäle sagten zuversichtlich voraus, man sei bald in der Lage, die Grenze abzuschotten. Anders als die Stämme im Nachbarland hatten jene in der Region, wo der befestigte Stützpunkt lag, gute Gründe, die Franzosen zu hassen und ihrer Niederlage nach Kräften Vorschub zu leisten.

Die politische Manipulation durch lokale Feudalherren

Zwar hatten die Offiziere im Rahmen der geheimen Operation im Nachbarland Rohopium direkt von den Führern gekauft, aber politische Erwägungen zwangen sie in dieser Region, die frühere Politik des Opiummonopols fortzusetzen. Sie setzten lokale Feudalherren als Vermittler zu den Opiumbauern ein. Weil sie diesen Feudalherren erlaubten, den Bergstämmen ihr Opium zu extrem niedrigen Preisen abzupressen, brachten die Franzosen die Produzenten gegen sich auf. Dies machte die Bergbewohner zu überzeugten Anhängern der gegnerischen Befreiungsbewegung. Als die vietnamesische Revolution begann und die französische Position schwächer wurde, beschloss das Kommando, mit einem der wenigen lokalen Führer zu arbeiten, die loyal geblieben waren.

Der Aufstieg und Fall der autonomen Föderation

Ziel war es, die Kontrolle über die strategisch wichtigen Hochländer zurückzugewinnen. Drei Hochlandprovinzen wurden vom Rest des Landes getrennt und zu einer autonomen Föderation vereint. Der lokale Führer, der lediglich der Anführer einer bestimmten ethnischen Gruppe gewesen war, avancierte zu ihrem Präsidenten. Er regierte per Dekret und machte sich daran, seine Freunde und Verwandten auf alle einflussreichen Posten zu hieven. Da es nur eine kleine Minderheit dieser Gruppe gegenüber einer großen Mehrheit anderer Stämme gab, weckte sein Vorgehen erbitterten Widerstand in der Bevölkerung.

Die militärische Unterdrückung und der wirtschaftliche Kollaps

Als seine politischen Manipulationen scheiterten, versuchte der Führer, den Widerstand mit militärischer Gewalt zu ersticken. Er setzte zwei Bataillone ein, die von den Franzosen bewaffnet und ausgebildet worden waren. Zwar trieb er viele der Widerständler in die Wälder, aber da sie dort Kontakt zu den Gegnern aufnahmen, handelte er sich so ein noch größeres Problem ein. Außerdem war die französische Unterstützung für die Haushaltspolitik dieser Föderation ein Desaster für das gesamte Kolonialreich. Die Franzosen erstellten den ersten autonomen Haushalt auf der Grundlage ihrer einzigen vermarktbaren Ware, dem Opium der Bergstämme.

Der illegale Handel und die Vertuschung

Die Haushaltseinkünfte stammten ausschließlich von den Bergbewohnern, welche die Hälfte mit ihrem Rohopium und die andere Hälfte indirekt über jene Händler bezahlten, die ihre Schmuggelgewinne in den staatlichen Glücksspielhallen verloren. Opium blieb bis neunzehnhunderteinundfünfzig ein wichtiger Teil des Budgets, als ein junger Berater seine Beseitigung anordnete. Da das Opiumrauchen offiziell verboten war, blieb es dem strengen Beamten unbegreiflich, wie die Föderation der Regierung Opium verkaufen konnte. So verschwand das Opium aus dem offiziellen Haushalt. Statt es wie bisher an den Zoll zu verkaufen, machte der lokale Führer das Geschäft nun direkt mit den Offizieren der geheimen Operation.

Die systematische Ausbeutung der Bergbauern

Im selben Jahr begannen französische Militärflugzeuge regelmäßige Flüge, um von dem lokalen Führer und örtlichen Händlern Rohopium für die Lieferung in die großen Städte zu kaufen. Mit Ausnahme von unbedeutenden Mengen, die ein paar Dörfer produzierten, wurde fast das gesamte aufgekaufte Opium von den Bergbauern in der Föderation angebaut. Während des Weltkrieges und in den unmittelbaren Nachkriegsjahren hatten sie etwa fünf Tonnen Rohopium jährlich für das Monopol an die Agenten verkauft. Da das Monopol nur einen Bruchteil des Schwarzmarktpreises bezahlte, zogen es die Bauern vor, den größeren Teil ihrer Ernte an die besser zahlenden Schmuggler zu verkaufen. Während dieser Zeit hatte der lokale Führer kein Mittel, die Bauern zu zwingen, das Opium zu dem niedrigen offiziellen Preis abzugeben.

Der Zwang und die Konsequenzen für die Schlacht

Später jedoch, gestützt durch mehrere Guerillabataillone und seine Gefolgsleute auf Regierungsposten, war er in einer Position, die Bauern zum Verkauf des größten Teils ihrer Ernte an ihn zu nötigen. Viele der Bauern, die sich geweigert hatten, zu seinem niedrigen Preis zu verkaufen, zeigten sich nun angesichts einer Schwadron seiner gut bewaffneten Truppen kooperativer. Außerdem gab es, als er keine Geschäfte mit dem Monopol mehr machte, keine festgelegte Preisrichtlinie mehr. Er konnte nach Belieben seinen eigenen Gewinn steigern, indem er den schon jetzt elenden Preis für die Produzenten noch weiter senkte. Zwar mochten diese Praktiken den Führer am Ende des Krieges zu einem reichen Mann gemacht haben, aber sie beeinträchtigten seine Beziehungen zu den Bergstämmen schwer.

Die Warnungen vor der Katastrophe

Als die Bauern seinen Aufstieg zum Autokraten mit ansahen, schlossen sich viele den gegnerischen Streitkräften an. Dieser Bericht über den Handel wäre wenig mehr als eine interessante Fußnote der Geschichte, hätte es nicht die große Schlacht in dem Tal gegeben. Obwohl das Tal aus strategischer Sicht ein idealer Stützpunkt war, hätte sich das Kommando kein ungünstigeres Schlachtfeld aussuchen können. Es war das erste Gebiet, über das der lokale Führer nach dem Weltkrieg die Kontrolle übernommen hatte. Sein Interesse daran war verständlich, da es das größte Tal der Föderation war und enorme Mengen an Reis produzierte.

Die Ignoranz der militärischen Führung

Darüber hinaus produzierten die Bauern der umliegenden Berge erhebliche Mengen Rohopium für das Monopol. Aber bald nachdem die ersten Einheiten über dem Tal abgesprungen waren, begannen erfahrene französische Offiziere das Oberkommando zum Rückzug aus dem Gebiet zu drängen. Ein junger Berater warnte in einem langen Bericht davor, dass eine Niederlage nur eine Frage der Zeit sei, falls man in dem Tal bliebe. Die Bergbewohner seien äußerst verbittert über den Führer und die Franzosen wegen ihres Umgangs mit den Opiumernten, erklärte der Berater. Die im Tal lebende Mehrheit sei immer noch wütend, dass man ihnen Verwalter der Minderheit aufgezwungen hatte.

Der Artillerieangriff und der Zusammenbruch

In der Zuversicht, dass die Gegner unmöglich genug schwere Artillerie durch das raue Gebirgsterrain transportieren könnten, ignorierten die französischen Generäle diese Warnungen. Artilleriespezialisten gaben beruhigende Berichte zu den Akten, dass der befestigte Stützpunkt undurchdringlich sei. Als im März das Artillerieduell begann, mussten die Generäle schockiert mit ansehen, wie ihre Stellungen zusammengeschossen wurden. Die Gegner hatten zweihundert schwere Artilleriegeschütze mit reichlich Munition gegen achtundzwanzig zu gering munitionierte Geschütze der Garnison in Stellung gebracht. Schätzungsweise achtzigtausend Träger hatten diese unglaubliche Feuerkraft über die Berge gehievt, geleitet und unterstützt von begeisterten Angehörigen der unterdrückten Stämme.

Das Scheitern der Aufklärung und das Ende der Schlacht

Der Kommandeur der gegnerischen Truppen erinnerte sich, dass die endlosen Reihen von Packtieren zu den entschlossensten der Träger gehörten, die beim Angriff halfen. Die Feindseligkeit der Bergbewohner verhinderte französische Spionage- und Gegenspionageoperationen vollständig. Es ist zweifelhaft, ob die Gegner sich entschlossen hätten, das Tal anzugreifen, wären sie überzeugt gewesen, dass die örtliche Bevölkerung fest gegen sie stünde. Tatsächlich jedoch versuchte der französische Befehlshaber, mehrere Luftlandekommandos in das Gebiet einzuschleusen, scheiterte aber fast vollständig. Mit dem Gelände nicht vertraut und ohne Kontakte zur örtlichen Bevölkerung, wurden die Truppen von den gegnerischen Einheiten mit ihren lokalen Führern problemlos abgedrängt.

Die diplomatischen Konsequenzen und die Fortsetzung des Krieges

Die antikolonialen Partisanen umringten ein weites Gebiet um die Festung und alle Teams wurden entdeckt, bevor sie sich der umzingelten Garnison nähern konnten. Am siebten und achten Mai überwältigten die Divisionen der Gegner die Festung endgültig. Weniger als vierundzwanzig Stunden später setzten sich Delegierte aus verschiedenen Weltmächten zum ersten Mal zusammen, um eine Friedensvereinbarung zu diskutieren. Die Neuigkeiten aus dem Tal waren am Morgen eingetroffen und spiegelten sich in den grimmigen Mienen der westlichen Delegierten und den tief befriedigten der vietnamesischen Vertreter wider. Die Diplomaten einigten sich schließlich drei Monate später auf ein Friedensabkommen, und der Krieg war offiziell aus.

Die vergeblichen Rettungsversuche und der Verrat

Aber für den französischen Befehlshaber bedeutete ein von etlichen großen und kleinen Mächten unterzeichnetes multilaterales Abkommen nichts, sein Krieg ging weiter. Er befehligte vierzigtausend Söldner der Bergstämme, die unter dem Kommando von vierhundert französischen Offizieren operierten. Nun plante er, den Krieg zum Feind zu tragen, indem er im Kernland der Gegner einen riesigen neuen Widerstandsnetz organisierte. Allerdings sah er sich vor ein heikles Problem gestellt, da das Abkommen Überflüge mit den leichten Flugzeugen verbot, die er benutzt hatte, um seine Einheiten hinter den Linien zu versorgen. Dass er einige der Flüge des Roten Kreuzes zu den Kriegsgefangenenlagern als Deckung für Waffen- und Munitionsabwürfe nutzen konnte, war nur ein Notbehelf.

Der Rückzug und das gestohlene Vermögen

Im August, als der Befehlshaber seinen verbliebenen Kommandos den Befehl funkte, sich in das Nachbarland durchzukämpfen, zogen sich mehrere Tausend Kämpfer zurück, wo sie von den irregulären Truppen des loyalen Führers aufgelesen wurden. Aber die große Mehrheit blieb, wo sie war, und einige Kombattanten ersuchten noch per Funk um Waffen, Geld und Lebensmittel. Ende August waren ihre Funkbatterien leer, und man hörte nie wieder etwas von ihnen. Diese letzte Operation hatte eine ironische Fußnote, da der lokale Führer erkannte, dass es einiges kosten würde, die ankommenden Kämpfer dauerhaft umzusiedeln. Da das geheime Konto der Kommandos aus der vorangehenden Winterernte fast einhundertfünfzigtausend Dollar eingeheimst hatte, reiste der Führer in die südliche Hauptstadt, um persönlich um die Umsiedlungsmittel nachzusuchen.

Die Ablehnung durch die Vereinigten Staaten

Der diensthabende französische Offizier musste jedoch verlegen gestehen, dass ein unbekannter Offizier der Luftkommandogruppe oder des Geheimdienstes das Geld gestohlen hatte und die Abteilung pleite sei. Der lokale Führer erinnerte sich später amüsiert daran, dass man ihnen geraten hatte, das Geld auf ein sicheres Konto einzuzahlen, und es dann von einem der eigenen Offiziere gestohlen wurde. Als das französische Expeditionskorps mit seinem Rückzug begann, traten Offiziere der Luftkommandogruppe an amerikanisches Militärpersonal heran. Sie erboten sich, ihren gesamten paramilitärischen Apparat zu übergeben. Ein Agent des amerikanischen Geheimdienstes gab die Nachricht weiter, aber das Verteidigungsministerium erwiderte, dass sie nichts mit irgendeinem französischen Programm zu tun haben wollten.

Die langfristigen Folgen und die Aufdeckung

Das Angebot wurde abgelehnt, was viele Geheimdienstmitarbeiter bedauerten, als sie Jahre später selbst Spezialeinheiten entsandten, um Bergstammguerillas zu organisieren. Später besuchten amerikanische Vertreter den französischen Befehlshaber und boten ihm einen hohen Posten als Berater für Gebirgskriegsführung an. Er fürchtete jedoch, dass die Amerikaner einem französischen Offizier niemals genug Befugnisse geben würden, um irgendetwas zu erreichen, und lehnte ab. Blickt man mit dem Abstand von fast fünf Jahrzehnten auf die Machenschaften der geheimen Operation zurück, ist es vor allem bemerkenswert, dass seine Geheimnisse so gut bewahrt wurden. Beinahe jede Nachrichtenmeldung, die sich auf Flusspiraten bezog, wies auf ihre Beteiligung am Opiumhandel hin, aber es gab keine Erwähnung der französischen Unterstützung für die Geschäfte der Bergstämme.

Die interne Untersuchung und das Scheitern der Reform

Ohne Schlagzeilen oder Gerüchte über ihre Beteiligung standen weder der Geheimdienst noch das Militär unter dem Druck, den Drogenhandel als Finanzierungsquelle aufzugeben. Es gab eine interne Untersuchung dieses geheimen Opiumhandels, die ein paar Rügen einbrachte, allerdings eher wegen Unbesonnenheit als aus anderen Gründen. Die Untersuchung begann, als vietnamesische Polizisten in einem Lagerhaus annähernd eine Tonne Rohopium konfiszierten. Ein Oberst hatte die Beschlagnahmung veranlasst, nachdem drei Offiziere einen offiziellen Bericht eingereicht hatten, demzufolge in Lagern Opium für den späteren Verkauf gelagert wurde. Als die Beschlagnahmung den Bericht bestätigte, übergab der Oberst die Angelegenheit dem Hochkommissar, der eine formelle Untersuchung in die Wege leitete.

Die Vertuschung auf höchster Ebene

Obwohl die Untersuchung weite Teile der Organisationsstruktur aufdeckte, wurde nichts unternommen. Allerdings beschädigte sie den Ruf des Kommandeurs der Luftkommandogruppe und des Oberbefehlshabers. Der Kommandeur wurde aus der Einheit entfernt, und sein Nachfolger wurde im März ernannt. Nach der Untersuchung regte der Oberst bei seinem Hauptquartier an, dass der Geheimdienst und die Luftkommandos ihren illegalen Rauschgifthandel weitgehend aufgeben sollten. Wenn sie den Handel weiterhin auf allen Ebenen kontrollierten, könnte das Geheimnis auffliegen, die internationalen Beziehungen schädigen und den Gegnern Propagandamaterial in die Hände spielen.

Das Erbe des Drogenhandels im Geheimdienst

Da die Franzosen weiter Opium kaufen mussten, um die Loyalität zu bewahren, schlug der Oberst vor, die Ware in eine andere Hauptstadt umzulenken, statt sie direkt zu fliegen. Dort würde das Opium in den weit größeren Mengen untergehen, die von der nationalchinesischen Armee dorthin geschmuggelt wurden, und so bliebe die französische Beteiligung verborgen. Die Zentrale erklärte dem Oberst jedoch, er sei ein Störenfried und drängte ihn, sich solche Ideen aus dem Kopf zu schlagen. Die Angelegenheit wurde fallen gelassen. Offenkundig kehrten Geheimdienst und Militär aus dem Krieg mit der gefestigten Vorstellung heim, illegaler Rauschgifthandel sei ein akzeptabler Schachzug im Spionagespiel.

Der abschließende Skandal

Jahre später löste ein Staatsanwalt eine enorme Kontroverse aus, als er einen hochrangigen Geheimdienstoffizier wegen Konspiration zum Schmuggel von Rauschgift anklagte. Angesichts der langen Geschichte der offiziellen und inoffiziellen Verstrickung des Geheimdienstes in diesen Handel erscheint die Überraschung ungerechtfertigt. Der angeklagte Offizier hatte im Krieg beim Geheimdienst gedient, zu einer Zeit, als die Leitung des Rauschgifthandels zur Politik der Behörde gehörte. Die Beteiligung einiger Agenten am späteren Heroinschmuggel zeigte, dass sich der Geheimdienst vom Rauschgifthandel auch nach der Niederlage in Fernost nicht völlig verabschiedet hatte. Diese Kontinuität unterstreicht die tiefgreifende moralische Korruption, die durch die Geheimoperationen in Indochina ihren Anfang nahm.