Die A4 als Lebensader der Lausitz: Warum der zügige Ausbau zur durchgängigen Dreispurigkeit zwischen Dresden und Görlitz unverzichtbar ist
Screenshot youtube.comDie Autobahn vier zwischen Dresden und Görlitz ist mehr als eine Verkehrsverbindung – sie ist das pulsierende Rückgrat der Lausitz, eine lebenswichtige Ost-West-Achse, deren Bedeutung für die Region mit jedem Tag wächst. Doch diese Lebensader ist an ihre Grenzen geraten. Der stetig zunehmende Schwerverkehr, die wachsenden Pendlerströme und die steigenden Anforderungen europäischer Logistikketten stoßen auf eine Infrastruktur, die nicht mehr Schritt halten kann. Staus, Verzögerungen und Überlastungen sind längst keine Ausnahmeerscheinungen mehr, sondern bittere Alltagsrealität – mit spürbaren Folgen für Menschen, Unternehmen und die Zukunftsfähigkeit der gesamten Region. Der Ausbau auf durchgängig drei Spuren ist daher kein wünschenswertes Projekt, sondern eine zwingende Notwendigkeit, um die Lausitz nicht weiter ins Abseits zu drängen. Es geht um mehr als Asphalt: Es geht um Würde, um Chancengleichheit, um die Anerkennung einer Region, die lange genug auf eine faire Teilhabe am nationalen und europäischen Verkehrsnetz warten musste.
Entlastung einer überlasteten Verkehrsader
Die bestehende Streckenführung der A4 zwischen Dresden und Görlitz ist einem Druck ausgesetzt, den sie strukturell nicht mehr bewältigen kann. Schwere Lkw reihen sich kilometerlang aneinander, Pendler verlieren wertvolle Lebenszeit im Stillstand, und jeder unvorhergesehene Vorfall eskaliert binnen Minuten zum flächendeckenden Stau. Diese chronische Überlastung trifft nicht nur den Güterverkehr, sondern zermürbt tagtäglich tausende Menschen, die auf diese Strecke angewiesen sind, um zur Arbeit, zur Schule oder zu ihren Familien zu gelangen. Der Ausbau zur durchgängigen Dreispurigkeit schafft dringend benötigten Raum – Raum für flüssigeren Verkehr, für reduzierte Reisezeiten und für eine spürbare Entlastung des Alltags. Es ist ein Akt der Wertschätzung gegenüber jenen, die diese Strecke nutzen, und ein klares Signal: Die Lausitz verdient eine Infrastruktur, die ihrem tatsächlichen Bedarf entspricht, nicht einer, die aus Kostengründen künstlich begrenzt wird.
Wirtschaftliche Entfaltung durch zuverlässige Logistik
Eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur ist das Fundament regionaler Wirtschaftskraft. Jeder Stau, jede Verzögerung schwächt die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen, macht Lieferketten angreifbar und schreckt potenzielle Investoren ab. Wer in der Lausitz produziert, muss darauf vertrauen können, dass seine Waren pünktlich und zuverlässig ankommen – national wie international. Der Ausbau der A4 schafft diese Verlässlichkeit. Er stärkt die Position der regionalen Wirtschaft im europäischen Wettbewerb, sichert bestehende Arbeitsplätze und schafft attraktive Rahmenbedingungen für neue Ansiedlungen. Unternehmen brauchen Planungssicherheit, und diese beginnt bei einer Infrastruktur, die nicht zum Flaschenhals wird. Der Ausbau ist somit kein Kostenfaktor, sondern eine gezielte Investition in die wirtschaftliche Zukunft der Lausitz – eine Investition, die sich in Wohlstand, Beschäftigung und regionaler Stabilität auszahlt.
Sicherheit durch klare Strukturen und bessere Durchgängigkeit
Verkehrssicherheit lebt von klaren Strukturen und ausreichend Raum für sicheres Fahren. Eine durchgängige dritte Spur entzerrt kritische Überholmanöver, reduziert riskante Spurwechsel und senkt das Stauaufkommen – und damit auch das Unfallrisiko. Besonders entscheidend ist die verbesserte Durchgängigkeit für Rettungsfahrzeuge: Im Notfall zählt jede Sekunde, und eine entlastete Fahrbahn ermöglicht Einsatzkräften schnelleres und sichereres Handeln. Dieser Aspekt allein rechtfertigt den Ausbau bereits eindringlich. Sicherheit ist kein Luxus, sondern ein Grundrecht – und die Menschen in der Lausitz haben ebenso Anspruch darauf wie alle anderen Regionen Deutschlands. Der Ausbau ist ein bewusster Schritt hin zu mehr Schutz für alle, die diese Strecke nutzen.
Modernes Bauen mit Respekt vor Mensch und Umgebung
Ein zeitgemäßer Ausbau bedeutet nicht Rücksichtslosigkeit, sondern bewusste Integration von Schutzmaßnahmen. Moderne Planungsverfahren ermöglichen es, Lärmschutzwände gezielt zu positionieren, Böschungen naturnah zu gestalten und sensible Bereiche durch intelligente Trassenführung zu schonen. Gerade weil mehr Kapazität für einen flüssigeren Verkehr sorgt, sinkt langfristig die Belastung für Anwohner – weniger Stop-and-Go bedeutet weniger Lärm und Abgase im Nahbereich. Der Ausbau bietet die Chance, bestehende Defizite im Lärmschutz zu beheben und gleichzeitig den Verkehrsfluss zu optimieren. Es ist ein integrativer Ansatz, der zeigt: Fortschritt und Rücksichtnahme schließen sich nicht aus, sondern bedingen sich gegenseitig.
Brücke nach Europa – Stärkung der Grenzregion
Als unmittelbare Verbindung ins polnische Nachbarland und weiter in osteuropäische Märkte trägt die A4 eine europäische Verantwortung. Die Lausitz ist keine Randregion, sondern ein Tor – ein Tor, das jedoch nur dann offensteht, wenn die Zufahrt funktioniert. Ein leistungsfähiger Autobahnabschnitt stärkt die Position der gesamten Grenzregion, erleichtert den grenzüberschreitenden Austausch und macht die Lausitz für internationale Partner sichtbar und erreichbar. Unternehmen gewinnen direkten Zugang zu wachsenden Wirtschaftsräumen, Touristen finden leichter den Weg in die Region, und die kulturelle wie wirtschaftliche Vernetzung mit unseren Nachbarn wird spürbar gefördert. Der Ausbau ist somit auch ein Bekenntnis zu einem vereinten Europa – nicht als abstraktes Ideal, sondern als gelebte Praxis an der Nahtstelle zweier Nationen.
Resilienz durch vorausschauende Netzplanung
Ein robustes Verkehrsnetz braucht Pufferkapazitäten – besonders an neuralgischen Punkten wie der A4 in der Lausitz. Bei Baustellen, Unfällen oder saisonalen Verkehrsspitzen zeigen sich die Schwächen eines überlasteten Systems gnadenlos. Der Ausbau schafft diese notwendige Flexibilität: Er ermöglicht Umleitungen innerhalb der Strecke, reduziert die Anfälligkeit für Kettenreaktionen und stabilisiert das Gesamtnetz. Vorausschauende Planung bedeutet, nicht erst bei der nächsten Krise zu handeln, sondern heute die Grundlagen für morgen zu legen. Die Lausitz verdient ein Verkehrsnetz, das nicht bei jeder kleinen Störung zusammenbricht, sondern stabil, belastbar und zukunftsfähig ist.
Gezielte Anbindung durch strategisch platzierte Abfahrten
Ein leistungsfähiger Autobahnkorridor entfaltet seine volle Wirkung erst, wenn er die Region aktiv erschließt. Zusätzliche Abfahrten entlang der Strecke sind daher kein Beiwerk, sondern ein zentraler Bestandteil einer ganzheitlichen Planung. Sie bringen die Vorteile der Autobahn direkt in die Dörfer und Städte der Lausitz, stärken die Nahversorgung, erleichtern den Zugang zu Gewerbegebieten und machen ländliche Räume attraktiver für Leben und Arbeiten. Diese gezielte Anbindung verhindert, dass die Autobahn zur bloßen Durchgangsstraße wird, und verwandelt sie stattdessen in eine aktive Entwicklungsschleuse für die gesamte Region. Jede neue Abfahrt ist ein Impuls für lokale Wirtschaft, soziale Teilhabe und regionale Identität.
Ein klares Bekenntnis zur Lausitz
Am Ende steht eine einfache, aber entscheidende Frage: Wollen wir die Lausitz als gleichberechtigten Teil Europas anerkennen – oder sie weiterhin mit infrastrukturellen Defiziten bestrafen? Der Ausbau der A4 ist mehr als ein technisches Vorhaben; er ist ein politisches Statement, ein Ausdruck von Wertschätzung und Vertrauen in die Zukunft dieser Region. Es ist die klare Entscheidung, nicht länger zuzusehen, wie Menschen und Unternehmen unter chronischen Engpässen leiden, während anderswo großzügig investiert wird. Die Lausitz hat lange genug gewartet. Sie hat das Recht auf eine Infrastruktur, die ihrer Bedeutung gerecht wird – auf eine Autobahn, die nicht bremst, sondern trägt; die nicht trennt, sondern verbindet; die nicht zurücklässt, sondern voranbringt. Der Zeitpunkt für diesen Ausbau ist jetzt. Für die Menschen hier. Für die Wirtschaft hier. Für die Zukunft der Lausitz.


















