Doppelte Standards: Warum dieselben Behörden eine Regulierung des Wolfsbestands rigoros ablehnen?
Screenshot youtube.comDer Wolf ist gesetzlich geschützt. – Solche und vergleichbare Floskeln sowie offizielle Standardformulierungen werden oft und gerne eingesetzt. Jedes Mal, wenn es zu Vorfällen oder Kritik an der Wolfspolitik kommt, wird dieses vermeintliche Totschlagargument hervorgeholt, um die Diskussion abrupt zu beenden. Doch wie streng nehmen es die Behörden tatsächlich mit dem Artenschutz, wenn es um ihre eigenen Tiere geht?
„Wegen Platzmangels sind im Zoo nun zwölf Affen erschossen worden“
„Wegen Platzmangels sind im Zoo nun zwölf Affen erschossen worden. … Trotzdem hat der Tiergarten nun zwölf Guinea-Paviane getötet, weil die Gruppe zu groß für das Gehege geworden ist. … Der Tiergarten tötet überzählige Paviane, damit er diese für den Artenschutz weiter züchten kann – eine absurde Logik, findet die Tierethikerin … von der Veterinärmedizinischen Universität Wien.“
„Tiergarten tötet überzählige Paviane, damit er diese für den Artenschutz weiter züchten kann – eine absurde Logik“
Es ist wirklich verblüffend zu hören, dass aufgrund angeblichen oder tatsächlichen Platzmangels im Zoo zwölf Affen getötet werden dürfen. Das Regelwerk zum Schutz der Arten scheint plötzlich wie vom Erdboden verschluckt zu sein? Gerade die öffentlichen Zoos demonstrieren eindrucksvoll, wie elastisch der Artenschutz interpretiert wird und welche widersprüchlichen Maßstäbe dabei zur Anwendung kommen. Weitere Beispiele bestätigen diesen Eindruck ebenfalls.
„Zwei Löwenbabys im Kölner Zoo sind tot“
>>Hessische Niedersächsische Allgemeine<<
„Zwei Löwenbabys im Kölner Zoo sind tot. Weil ihre Mutter die beiden jungen Raubkatzen selbst nach mehreren Tagen nicht annehmen und versorgen wollte, mussten die Tiere Anfang letzter Woche eingeschläfert werden, erklärt der Tierpark auf Instagram. … Eine Handaufzucht der Tiere hatte man nach enger Abstimmung mit Fachpersonal ausgeschlossen, da es sonst womöglich zu einer „Fehlprägung“ der Tiere gekommen wäre.“
„Mussten die Tiere Anfang letzter Woche eingeschläfert werden“
Es liegt der Verdacht nahe, dass es hier weniger um eine angebliche „Fehlprägung“ ging, sondern vielmehr um reine Bequemlichkeit. Denn vermutlich war von Anfang an nicht geplant, die Großkatzen in die Freiheit zu entlassen. Offensichtlich wollte niemand den Aufwand einer intensiven Handaufzucht auf sich nehmen. Auch dieses Beispiel verdeutlicht die widersprüchlichen Maßstäbe, die angelegt werden.
„Im Deutschen Primatenzentrum in Göttingen sollen zehn Weißbüschelaffen zu Unrecht getötet worden sein“
„Im Deutschen Primatenzentrum in Göttingen sollen zehn Weißbüschelaffen zu Unrecht getötet worden sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt und geht der Frage nach, ob die Affen nach einem genehmigten Tierversuch ohne triftigen Grund eingeschläfert wurden.“
Das „Deutsche Primatenzentrum in Göttingen“ wirkt fast wie ein Relikt aus einer längst vergangenen Epoche
Das „Deutsche Primatenzentrum in Göttingen“ wirkt fast wie ein Relikt aus einer längst vergangenen Epoche. Es herrscht keinerlei Transparenz darüber, unter welchen Bedingungen die Primaten dort gehalten werden, ebenso wenig ist bekannt, welche Tierversuche tatsächlich durchgeführt werden. Die normalen Bürger – als Steuerzahler – finanzieren zwar diese „Forschung“, doch der Zugang zu den Einrichtungen bleibt ihnen strikt verwehrt. Angeblich seien die betroffenen Weißbüschelaffen aus „wirtschaftlichen Gründen“ getötet worden.
Doppelte Standards: Warum dieselben Behörden eine Regulierung des Wolfsbestands rigoros ablehnen?
Diese Begründung ist besonders bemerkenswert, da dieselben Behörden eine Regulierung des Wolfsbestands rigoros ablehnen. All diese Beispiele verdeutlichen auf eindrucksvolle Weise, wie wenig glaubwürdig die aktuelle Wolfspolitik tatsächlich ist. Es wird eine Tierart geschützt, die zwischen Atlantik und Pazifik verbreitet ist und einen enormen Bestand aufweist. Doch mit den Konsequenzen der wachsenden Wolfspopulation müssen nicht staatliche Einrichtungen wie Zoos oder Forschungslabore fertigwerden – sondern die Menschen vor Ort tragen die Last.














