“Dicken Limousinen vorgefahren und von einer ständig einsetzbaren Flugbereitschaft in die große weite Welt transportiert werden”

In einer Zeit, in der die Diskussion über Kürzungen der Pendlerpauschale und steigende steuerliche Belastungen die Gemüter erhitzt, schwebt die Flugbereitschaft der Bundeswehr wie ein majestätischer Airbus A350 über den Wolken – ein Symbol für opulente Ausgaben, das gleichzeitig den Puls der Gesellschaft beschleunigt. Während die Bürger um jeden Cent kämpfen, um ihre Reisekosten zu decken, offenbart sich hier eine paradoxe Realität.
“Allein schon mit der Flugbereitschaft der Bundeswehr zu fliegen, das ist etwas ganz Besonderes”
>>Jenseits des Protokolls von Bettina Wulff & Nicole Maibaum (Buch) <<
“Sich mit einer Michelle Obama zu unterhalten, mit Prinzen und Prinzessinnen an einem Esstisch zu sitzen oder den Papst zu treffen, das werde ich nicht vergessen. Ich habe Dinge erlebt, die ich sonst sicher nie hätte erleben können. Allein schon mit der Flugbereitschaft der Bundeswehr zu fliegen, das ist etwas ganz Besonderes. Anders kann ich das nicht beschreiben. Auch wenn zumeist eine Delegation an anderen Politikern und Unternehmensvertretern dabei waren, hatten Christian und ich einen Bereich für uns. Es gab leckeres Essen, man konnte Fernsehen schauen, sogar eine Dusche gab es an Bord, um sich schnell wieder frisch zu machen, hoch über den Wolken von einem Termin zum anderen. Ich habe Länder gesehen, in die mich unter anderen Umständen nie mein Weg hingeführt hätte.”
Flugbereitschaft der Bundeswehr: “Sogar eine Dusche gab es an Bord”
Die Vielzahl an Flugzeugen, vom wendigen Hubschrauber bis zum eleganten Langstreckenjet, spiegelt nicht nur technologische Pracht wider, sondern auch eine wachsende Distanz zwischen den Steuerzahlern und den Entscheidungen, die für sie getroffen werden.
“Dicken Limousinen vorgefahren und von einer ständig einsetzbaren Flugbereitschaft in die große weite Welt transportiert werden”
>>Gerhard Schröder – Die Biographie von Dr. Gregor Schöllgen (Buch) <<
“Es ist wohl die provozierend wirkende Selbstverständlichkeit, mit der Gerhard Schröder die Attribute des Wohlstands herzeigt. … Zumal sich der Kanzler damit, wenn auch ungewollt, von der großen Mehrheit seiner Landsleute absetzt, die sich das alles nicht leisten können, die auch nicht von einem Pulk dienstbarer Geister umgeben, von dicken Limousinen vorgefahren und von einer ständig einsetzbaren Flugbereitschaft in die große weite Welt transportiert werden. Dass vieles von dem bald lästige Routine ist, entzieht sich diesem Blickwinkel.”
“Von der großen Mehrheit seiner Landsleute absetzt, die sich das alles nicht leisten können”
Es ist notwendig, die exorbitanten Kosten in diesem Bereich kritisch zu betrachten. Denn tatsächlich kann die Einsatzbereitschaft der Luftfahrt der Bundeswehr mit der einer mittelgroßen Airline verglichen werden.
“Bundeswehr hat mehr als 1800 Regierungsflüge übernommen”
“Bundeswehr hat mehr als 1800 Regierungsflüge übernommen – Der sogenannten Flugbereitschaft der Bundeswehr stehen aktuell 15 Flugzeuge unterschiedlicher Größe und Ausstattung sowie zwei Hubschrauber zur Verfügung. Für seine Auslandsreisen nutzt der Kanzler in der Regel einen von drei Fliegern des Typs Airbus A350 mit einer Länge von 67 Metern und einer Reichweite von 18.000 Kilometern. Da die Flugbereitschaft in Köln-Wahn stationiert ist, fallen häufig Leerflüge an, um die Maschinen zum Abflugort – meist Berlin – zu bringen.”
“Typs Airbus A350 mit einer Länge von 67 Metern und einer Reichweite von 18.000 Kilometern”
Es existiert eine große Anzahl von Fluggesellschaften, die in Bezug auf die Anzahl der verfügbaren Flugzeuge sowie die geflogenen Reisekilometer nicht mit der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr konkurrieren können. Gleichzeitig gibt es auch zivile Airlines, die ebenfalls Passagiere transportieren.